Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
14.10.2020, 10:30 Uhr

Grüne: Bäume sollen nachgepflanzt werden

Mitarbeiter der Stadt Nordhorn bei einer Baumpflanzaktion

Mitarbeiter der Stadt Nordhorn bei einer Baumpflanzaktion

Nordhorn Hitzerekorde infolge des stetig voranschreitenden Klimawandels gehören nach Meinung des Ortsverbandes Nordhorn von Bündnis90/Die Grünen „mittlerweile zum Alltag und beeinträchtigen unser Leben erheblich. Politik und Verwaltung müssen dieser Entwicklung zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger auf allen Ebenen entgegensteuern. Der Rat der Stadt Nordhorn hat daher auch folgerichtig die von Bündnis90/Die Grünen in Gang gesetzte Diskussion in einem Klimapakt münden lassen. Nun müssen weitere konsequente und nachhaltige Maßnahmen folgen, um den Temperaturanstieg in den Sommermonaten vor Ort in einem erträglichen Maß zu halten. Bäume spielen dabei nach wissenschaftlichen Erkenntnissen und Alltagserfahrungen eine wesentliche Rolle“, heißt es von Seiten der Stadtratsfraktion. „Bäume an Straßen bringen im Sommer die entsprechende Kühle und sorgen für ein angenehmes Mikroklima“, sagt Mathias Meyer-Langenhoff, Fraktionssprecher der Grünen im Nordhorner Stadtrat. Einer Studie der niederländischen Universität Wangeningen zufolge entspreche die Abkühlung eines durchschnittlich großen und alten Baumes der Wirkung von 10 Klimaanlagen. Mit einer Leistung von etwa 20 bis 30 Kilowatt seien unter Bäumen Temperaturabsenkungen von 10 bis 15 Grad mess- und fühlbar. „Die Kombination aus direktem Schutz vor Sonnenstrahlung durch Schattenwurf und Verdunstungskälte an den Blättern ist für diese erhebliche Wirkung verantwortlich“, ergänzt Heinz Albers, Ratsherr der Grünen.

Vor diesem Hintergrund beziehen die Grünen in einer Pressemitteilung folgende Position: „Betrachtet man die Situation in Nordhorn unter diesem Gesichtspunkt zeigt sich das folgende Bild: An vielen Straßen stehen in dieser Stadt, die einst mit dem Slogan „Textilstadt im Grünen“ warb, am Straßenrand oft sehr alte Bäume, die im Sommer für angenehme Kühle sorgen. Aber es gibt auch die andere Seite. Entweder sind Bäume in den alten Quartieren altersentsprechend abgängig oder es wurden beim Straßenbau in „mittelalten“ Vierteln keine Bäume gepflanzt. Die überwiegend autofixierte Form der Stadtentwicklung wurde nicht zuletzt dank der Ratsarbeit der Grünen durch eine klima- und umweltschonenderen Entwicklungsstrategie abgelöst.“

Laut dem Sprecher der Grünen im Stadtentwicklungsausschuss, Reinhard Prüllage, seien in den letzten Jahren Straßenbäume und Hecken in der Entwicklung dieser Gebiete selbstverständlich geworden. Um diesen grünen Status nach und nach auch in älteren Baugebebieten herbeizuführen, beantragen die Grünen im Rat für das kommende Haushaltsjahr 2021 50.000 Euro, um an den baumlosen Straßen entsprechend geeignete Bäume nachzupflanzen. „Der weltweite Temperaturanstieg erfordert diese Maßnahme, spricht doch der Temperaturunterschied zwischen belaubten und unbelaubten Straßen eine deutliche Sprache. Nun werden in Nordhorn zwar immer wieder Bäume gepflanzt, wenn Straßen saniert oder neu gebaut werden. Aber den Grünen geht es mit diesem Antrag um die Straßen, die außerhalb jeder Baumaßnahme sind oder keine Straßenbäume haben. Dafür soll jetzt Geld bereitgestellt werden, mit dem auch Straßen außerhalb der oft zeitlich weit auseinanderliegenden Baumaßnahmen neu bepflanzt werden können. Straßenbäume sorgen wie eindeutig nachgewiesen nicht nur für eine angenehme Kühle in den heißen Sommermonaten, sondern reduzieren auch den CO2-Gehalt in der Luft. Sie sind damit eine wichtiges Werkzeug im Kampf gegen die schweißtreibende Klimaveränderung“, beschreibt Elke Liening, Sprecherin im Verkehrs- und Umweltausschuss, zusammenfassend den Nutzen und das Ziel des vorliegenden Antrages.

Ems-Vechte