28.01.2022, 10:00 Uhr

Großes Interesse am Thema Digitalisierung für die Innenstadt

Auftaktveranstaltung in der Alten Weberei und online war gut besucht. Foto: Stadt Nordhorn

Auftaktveranstaltung in der Alten Weberei und online war gut besucht. Foto: Stadt Nordhorn

Nordhorn Mit einer Auftaktveranstaltung online und in Präsenz ist die Stadt Nordhorn in die Erstellung eines Digitalisierungsfahrplans für die Innenstadt eingestiegen. Rund 80 Interessierte waren der Einladung der städtischen Wirtschaftsförderung gefolgt. Im Kulturzentrum Alte Weberei sowie im Livestream tauschten sie sich über die digitale Zukunft der Innenstadt aus.

Die Erstellung des Digitalisierungsfahrplans ist eines von mehreren Projekten, mit denen die Nordhorner Innenstadt aktuell gefördert wird. Citymanagerin Andrea Veddeler stellte einleitend alle Projekte sowie die dahinter stehenden Förderprogramme von Land, Bund und EU vor. Die Erstellung des Digitalisierungsfahrplans wird von der Europäischen Union mit Beteiligung des Landes Niedersachsen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und als Teil der Reaktion der Union auf die COVID-19-Pandemie gefördert.

Anschließend hielt Eva Gancarz einen Impulsvortrag. Sie ist Leiterin des Projektbüros „cima.digital“ bei der von der Stadt Nordhorn beauftragten CIMA Beratung + Management GmbH. Gancarz lieferte spannende Einblicke in Praxisbeispiele aus anderen Städten, zeigte aktuelle Trends auf und stellte die Anforderungen an die erfolgreiche Digitalisierung von Innenstädten dar. Die Beispiele reichten vom Online-Bootsverleih bis zur digitalen Info-Stele in der Innenstadt. „Digitalisierung wirkt eben nicht nur zuhause auf der Couch, sondern ist vor allem direkt vor Ort in der Innenstadt einsetzbar“, so Gancarz.

So sahen das auch die Teilnehmer. Eine Live-Umfrage ergab, dass sie die Digitalisierung des öffentlichen Raumes besonders wichtig finden. Die Steigerung der Onlinesichtbarkeit ist laut Umfrageergebnis ein weiteres Top-Thema der Teilnehmenden.

Dann wurde auf dem Podium diskutiert. Vertreter der Verwaltung, Gewerbetreibende aus der Innenstadt, Fachleute für Marketing- und Social-Media sowie engagierte Aktive aus Nordhorn und den benachbarten Niederlanden erörterten den passenden Weg für Nordhorn. „Die Kunden auf der Couch abholen“, zugleich aber auch „die Unternehmen vor Ort nicht überfordern“, „mehr gemeinsam machen“ und „authentisch und mutig sein“ zählten zu den Standpunkten. Die Grenzlage wurde als besondere Herausforderung, aber auch Chance gesehen.

„Die Veranstaltung hat eine erste Richtung aufgezeigt, jetzt müssen wir das konkretisieren“, fasste Bürgermeister Thomas Berling die Ergebnisse zusammen. Entscheidend sei nun auch die Meinung der Bürger sowie die Rückmeldung der Nordhorner Unternehmen. Dazu wurde nach der Veranstaltung eine öffentliche Umfrage gestartet. Weitere Termine zur Ausarbeitung des Digitalisierungsfahrplans sollen demnächst folgen. „Bis Ende des Jahres wollen wir den Fahrplan für den Weg in die digitale Zukunft fertigstellen und unsere Innenstadt damit wieder ein Stück besser auf die Zukunft vorbereiten“, so Berling. Wer die Auftaktveranstaltung verpasst hat, kann sich die Aufzeichnung auf dem YouTube-Kanal der Stadt Nordhorn auf www.youtube.com/stadtnordhornofficial anschauen.

Bürgerbefragung gestartet

Jetzt sind die Bürger und die Unternehmer in Nordhorn gefragt: Bis zum 20. Februar 2022 läuft die öffentliche Online-Umfrage zur digitalen Zukunft der Innenstadt. Hier können die eigenen Erwartungen und Vorstellungen eingebracht werden. Der Fragebogen ist verfügbar auf der Internetseite https://www.mittendrin-nordhorn.de/nordhorn/mitmachen/.

Ansprechpartnerin für eventuelle Rückfragen ist Melanie Diekel von der Wirtschaftsförderung der Stadt Nordhorn. Sie ist unter der Telefonnummer 05921 878-167 oder unter der E-Mail-Adresse melanie.diekel@nordhorn.deerreichbar. Bei ihr können bei Bedarf auch gedruckte Fragebögen angefordert werden.