18.03.2021, 10:16 Uhr

Grenznahe Landkreise fordern zusätzliche Impfdosen

Die Landkreise an der Grenze zu den Niederlanden wollen schneller und umfangreicher impfen. Symbolfoto: Hille

Die Landkreise an der Grenze zu den Niederlanden wollen schneller und umfangreicher impfen. Symbolfoto: Hille

Grafschaft/Meppen/Leer In einem gemeinsamen Appell an den niedersächsischen Ministerpräsidenten und die Landesgesundheitsministerin fordern die Landräte der Landkreise Grafschaft Bentheim, Emsland und Leer zusätzliche Impfdosen für die Grenzregion. „Wir stehen vor der Problematik, dass die Inzidenzwerte sich auf der anderen Seite der Grenze auf einem deutlich höheren Niveau als bei uns bewegen“, heißt es dazu in einer Mitteilung an die GN. Den Landkreisen entlang der Grenze komme eine besondere „Pufferfunktion“ zu. Die Impfungen der Bevölkerung in Regionen mit erhöhten Inzidenzwerten würden „sofort verstärkt der Ausbreitung des Virus entgegenwirken“. Die Landräte Uwe Fietzek aus der Grafschaft, Marc-André Burgdorf aus dem Emsland und Matthias Groote aus Leer betonen, dass „ein schnelles und umfangreiches Impfen in den Grenzregionen damit im gesamten Landesinteresse“ liegt.

Verweis auf Impfverordnung

Die Landräte verweisen dabei auf die Beschlüsse der Bundeskanzlerin und der Regierungschefs der Länder vom 3. März und zitieren Ziffer 1: „Durch den Eintrag aus hochbelasteten ausländischen Regionen sind einige der deutschen Grenzregionen sehr stark betroffen. Um ihnen eine sogenannte Ringimpfung zum Schutz der Bevölkerung und des Landesinneren möglich zu machen, wird die Impfverordnung so geändert, dass innerhalb der Kontingente des jeweiligen Bundeslandes dafür Impfstoffe prioritär genutzt werden können.“ Die Europäische Kommission habe außerdem am 10. März angekündigt, vier Millionen zusätzliche Dosen Impfstoff für den Einsatz in Hotspots, insbesondere Grenzregionen, zur Verfügung zu stellen. Auch die Länder Bayern und Nordrhein-Westfalen hätten jüngst angekündigt, zusätzliche Impfdosen in ihre Grenzregionen zu bringen. „Wir hoffen auf zeitnahe positive Antwort und natürlich auch auf zeitnahe Lieferung“, so die drei Landräte abschließend.

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