18.02.2022, 11:25 Uhr

Gregorianische Gesänge erklingen in der Alten Kirche

Der Chor „The Gregorian Voices“ gastiert im März in der Alten Kirche und präsentiert sein aktuelles Programm „Gregorianik meets Pop“. Foto: Pfeiffer

Der Chor „The Gregorian Voices“ gastiert im März in der Alten Kirche und präsentiert sein aktuelles Programm „Gregorianik meets Pop“. Foto: Pfeiffer

Nordhorn Gregorianische Gesänge erklingen am Donnerstag, 10. März 2022, ab 19.30 Uhr in der Alten Kirche am Markt. Die Gruppe „The Gregorian Voices“ kommt im Rahmen ihrer Tournee zu einem Gastspiel nach Nordhorn. Unter dem Programmnamen „Gregorianik meets Pop – Vom Mittelalter bis heute“ bringt das Vokaloktett aus der Ukraine mittelalterliche Gesänge in neuer Interpretation zu Gehör, und auch der ein oder andere bekannte Popsong findet sich in ihrem Repertoire. Einlass zum Konzert wird ab 18.30 Uhr gewährt, dann ist auch die Abendkasse geöffnet.

Achtstimmige A-cappella-Gesänge

Unter Gregorianik oder gregorianischem Choral versteht man den einstimmigen, unbegleiteten, liturgischen Gesang der katholischen Kirche in lateinischer Sprache. Heute, 1200 Jahre nach seiner Blütezeit, zeigt sich eine große Zuhörerschaft begeistert von den gregorianischen Chorälen und den überraschenden Interpretationen moderner Popsongs. Derzeit erleben die mittelalterlichen Sakralgesänge ein fulminantes Comeback.

Die Gruppe „The Gregorian Voices“ beherrscht eindrucksvoll die Verschmelzung von Choral und Popmusik. Unter ihrem Leiter Oleksiy Semenchuk haben es sich die acht Solisten zur Aufgabe gemacht, die frühmittelalterliche Tradition des gregorianischen Chorals wieder aufzunehmen. Alle acht Sänger haben eine klassische Gesangsausbildung und singen einstimmig, unbegleitet und in lateinischer Sprache.

Mit mystischen Klängen wollen die stimmgewaltigen acht Sänger ihre Zuhörer mitnehmen auf eine musikalische Zeitreise durch zwölf Jahrhunderte. „Kristallklare Tenöre und stimmgewaltige Baritone und Bässe lassen den Kirchenraum erbeben. Der Gesang der Gruppe schwebt durch Raum und Zeit und lädt die Zuhörer ein, abzuschalten und dem Alltag zu entfliehen“, heißt es in einer Ankündigung der Konzertagentur. Das Herausragende an diesem Chor sei, dass er frühmittelalterliche gregorianische Choräle durch Popsongs bereichere und damit völlig neu belebe. Eindrucksvoll werden Klassiker der Popmusik im gregorianischen Stil arrangiert und ohne instrumentale Begleitung interpretiert.

Das Programm

Die erste Hälfte des Programms besteht aus klassisch gregorianischen Chorälen, orthodoxen Kirchengesängen, Liedern der Renaissance und des Barock, die in lateinischer Sprache vorgetragen werden. Neben dem „Ave Maria“ und dem „Ave Maris Stella“ wird dem Publikum das andachtsvolle Kyrie aus der „Missa Orbis Factor“ geboten. Es folgen unter anderem orthodoxe Lieder und ein kunstvoller Kanon sowie das zeitgemäße moderne „Pie Jesu“ aus dem Requiem von Andrew Lloyd Webber.

In der zweiten Hälfte demonstrieren die acht Künstler, wie englischsprachige Popsongs in einer gregorianischen Adaption klingen. So wird zum Beispiel Rod Stewards „Sailing“ in einer sakralen Modulation zu hören sein; auch „Hallelujah“, ein bekannter Song von Leonard Cohen, begeistert neben „Ameno“ von ERA oder „You Raise Me Up“ von Josh Groban das Publikum.

Eintrittskarten für dieses Konzert sind im Vorverkauf zum Preis von 24 Euro erhältlich, der Abendkassenzuschlag beträgt 3 Euro. Im Vorverkauf können die Karten auf www.gn-ticket.de erworben werden oder in Nordhorn beim Reisebüro Richters, Thalia und den Grafschafter Nachrichten.