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15.01.2020, 19:00 Uhr

Gregor Gysi in Rheine: „Ein Leben ist zu wenig“

Gregor Gysi kommt am 3. Februar um 20 Uhr in die Stadthalle Rheine. Das Gespräch über Buch und Leben moderiert der Berliner Journalist Hans-Dieter Schütt.

Gregor Gysi stellt seine Autobiografie „Ein Leben ist zu wenig“ vor. Foto: Stadthalle Rheine

Gregor Gysi stellt seine Autobiografie „Ein Leben ist zu wenig“ vor. Foto: Stadthalle Rheine

Seine Autobiografie ist ein Geschichtsbuch, das die Erschütterungen und Extreme, die Entwürfe und Enttäuschungen des 20. Jahrhunderts auf sehr persönliche Weise erlebbar macht. Es erzählt von Gysis zahlreichen Leben: als Anwalt, Politiker, Autor, Moderator und Familienvater.

Kaum ein deutscher Politiker wurde so geschmäht, kaum einer schlug sich so erfolgreich durchs Gestrüpp der Anfeindungen – hin zu einer anerkannten Prominenz: In seiner Autobiografie erzählt Gregor Gysi, Jahrgang 1948, von seiner Berliner Kindheit und Jugend, schildert seinen Weg zum Rechtsanwalt, gibt Einblicke in sein Verhältnis zu Dissidenten („Rudolf Bahro war mein spannendster Fall“), beleuchtet die Spannungsfelder an der Spitze von Partei und Bundestagsfraktion.

Vor allem aber berichtet er in der Stadthalle Rheine von der erstaunlichen Wendung, die sein Leben mit dem Herbst 1989 nahm: Der Jurist wird Politiker. „Einfach wegrennen, das wollte ich nie“, sagt Gysi und trifft damit einen Kern seines Wesens: Widersprüche aushalten. Ein Leben und eine Familiengeschichte, die von Russland bis Rhodesien führt, in einen Gerichtsalltag mit Mördern und Dieben, und zu der ein Lob Lenins und die Nobelpreisträgerin Doris Lessing gehören.