16.03.2019, 13:00 Uhr

Grafschafter Volksbank hilft Museumsverein mit 6000 Euro

Das Geld ist für die Einrichtung des neuen Hauptdepots für das Stadtmuseum Nordhorn bestimmt. Die Stadt Nordhorn hatte dem Museum dafür im Ortsteil Blanke neue, eigens für Museumszwecke hergerichtete Räumlichkeiten, zur Verfügung gestellt.

Über eine 6000 Euro-Zuwendung der Grafschafter Volksbank freuten sich (von links) Dr. Werner Rohr (Präsident des Grafschafter Museumsvereins), Nadine Höppner (Leiterin des Stadtmuseums) und Jutta Bonge (Vorsitzende des Museumsbeirats). Für die Grafschafter Volksbank überreichte Bereichsleiter Michael Weggebakker am Mittwoch einen symbolischen Scheck. Foto: privat

Über eine 6000 Euro-Zuwendung der Grafschafter Volksbank freuten sich (von links) Dr. Werner Rohr (Präsident des Grafschafter Museumsvereins), Nadine Höppner (Leiterin des Stadtmuseums) und Jutta Bonge (Vorsitzende des Museumsbeirats). Für die Grafschafter Volksbank überreichte Bereichsleiter Michael Weggebakker am Mittwoch einen symbolischen Scheck. Foto: privat

Sammeln – Bewahren – Forschen – Vermitteln: So lautet der Vierklang, auf dem die Arbeit eines jeden Museums ruht. Das Stadtmuseum Nordhorn war bei seiner Gründung 1994 ein Museum ohne Sammlung. Im Laufe der Jahrzehnte trugen die Grafschafter zusammen, was sie im Museum erhalten sehen möchten. Heute, nach genau 25 Jahren, ist die Sammlung des Stadtmuseums bundesweit einzigartig, das Depot umfasst mehrere hunderttausend Stücke. Darunter sind etwa 100.000 Fotografien, die die Textilgeschichte in der Grafschaft eindrucksvoll beleuchten. „Die Sammlung zu erhalten und für nachfolgende Generationen zu sichern, ist Aufgabe und Pflicht für das Museum. Nur mit einer sachgerechten Aufbewahrung der vielen verschiedenen Objekte ist es möglich, auch in zwanzig, fünfzig oder hundert Jahren noch die Geschichte Nordhorns und der Region zu erzählen“, sagte Museumsleiterin Nadine Höppner.

Sie freute sich: „Die großzügige Förderung der Grafschafter Volksbank macht die Einrichtung des neuen Hauptdepots mit entsprechenden Schwerlastregalen erst möglich. Die Neueinrichtung ist erforderlich, um die grundlegende Sicherung der Sammlungsbestände am neuen Depotstandort durchführen zu können.“ Mit tatkräftiger Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeitsgruppe im Museum gelang der Umzug des Hauptdepots im Winter, sodass jetzt mit der Neueinrichtung begonnen werden kann. „Der Depotumzug umfasste kurz vor Weihnachten sieben Lkw-Ladungen“, erinnerte sich Jutta Bonge, die Vorsitzende des Museumsbeirats.

„Wir verfügen über eine umfangreiche Sammlung an historischen Musterbüchern, teilweise aus dem 18. Jahrhundert“, erläutert Nadine Höppner. „Dieser Bestand ist zum Teil weit mehr als hundert Jahre alt, und diese großen Bücher sind sehr, sehr schwer. Zudem haben wir sehr viele Werbeunterlagen der ehemaligen Textilfirmen, Zeitschriften, Fotos, Textilien, Musterlaschen, Kleidungsstücke. Bis hin zu den Gefahrschildern, die früher an Webstühlen hingen. All dies braucht seinen Platz und muss richtig auf Dauer gelagert werden. Mit diesem neuen Standort können wir nun zuversichtlich in die Zukunft schauen. Hier wird die Museumssammlung fach- und sachgerecht bewahrt und auf lange Sicht gut für die kommenden Generationen erhalten.“

Der Präsident des Museumsvereins, Dr. Werner Rohr, resümierte: „Mit der Sammlung wollen wir einen Beitrag zum kulturellen Gedächtnis Nordhorns leisten.“ Nach Angaben von Nadine Höppner werden noch Jahre vergehen, bis das Depot vollständig eingerichtet und inventarisiert ist. Dabei seien die Regale eine große Hilfe für diese „Herkulesaufgabe“. Michael Weggebakker betonte bei der offiziellen Übergabe: „Wir unterstreichen mit der Zuwendung an den Grafschafter Museumsverein, dass wir verlässlicher Partner der Region sind. Gerne unterstützen wir Projekte, die dazu dienen, Wertvolles zu bewahren und Neues zu schaffen.“

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