28.10.2020, 11:17 Uhr

Grafschafter Naturschutzstiftung startet Projekt „BioGraf“

Freuen sich über den Projektbeginn (von links): Paul Uphaus, Anika Veltmaat, Dr. Michael Kiehl, Manuela Monzka und Hartmut Schrap. Das Bild ist im September entstanden. Foto: Naturschutzstiftung

Freuen sich über den Projektbeginn (von links): Paul Uphaus, Anika Veltmaat, Dr. Michael Kiehl, Manuela Monzka und Hartmut Schrap. Das Bild ist im September entstanden. Foto: Naturschutzstiftung

Grafschaft Gemeinsam mit drei Projektpartnern aus Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern hat die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim unter Federführung der Heinz-Sielmann-Stiftung ein Projekt zur Stärkung des Biotopverbunds in Deutschland initiiert. „Aufgrund der engen Zusammenarbeit von Heinz-Sielmann-Stiftung und Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim im Natur-Netz Niedersachsen entstand bereits 2016 die Idee, Sielmanns Biotopverbünde am Bodensee als Vorbild auch auf andere Regionen in Deutschland zu übertragen“, heißt es aus dem Kreishaus. Schließlich wurden entsprechende Förderanträge beim Bundesamt für Naturschutz (BfN) sowie den jeweils zuständigen Landesförderstellen auf den Weg gebracht. Nun liegt nach Informationen des Landkreises der Förderbescheid des Projektträgers „Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt“ (DLR) im Rahmen des Bundesprogramms „Biologische Vielfalt“ vor.

860.000 Euro gehen an Naturschutzstiftung

Gefördert wird das Verbundprojekt mit dem Titel „Landschaft und Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund“ mit insgesamt 3,2 Millionen Euro. Es ist auf vier Jahre, vom 1. August 202 bis 31. Juli 2024, angelegt. Für die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim bedeutet dies eine Förderung in Höhe von insgesamt 860.000 Euro durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie durch den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz.

Austausch am Runden Tisch

Mit dem geplanten Vorhaben „BioGraf – Biotopverbund im Grafschafter Vechte- und Dinkeltal“ trägt die Naturschutzstiftung zur praktischen Umsetzung des bundesweit angelegten Verbundprojekts „Landschaft und Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund“ in der Modellregion Grafschaft Bentheim bei. Ziel des Projekts ist es, den Biotopverbund entlang der Flüsse Vechte und Dinkel im Landkreis Grafschaft Bentheim zu verbessern und die Maßnahmen durch Öffentlichkeitsarbeit zu begleiten. Wie Dr. Michael Kiehl, Kuratoriumsvorsitzender der Naturschutzstiftung sowie Hartmut Schrap und Paul Uphaus, beide Geschäftsführer der Naturschutzstiftung mitteilen, soll ein „Runder Tisch zum Biotopverbund im Grafschafter Vechte- und Dinkeltal“, kurz „BioGraf“ mit regionalen haupt- und ehrenamtlichen Akteuren als Gesprächs- und Handlungsplattform etabliert werden. Die Naturschutzstiftung versteht sich dabei als „Kümmerer“ für den Biotopverbund im Projektgebiet.

Ökologische Potenziale entdecken

Im Rahmen des Runden Tisches sollen Flächen im Überschwemmungsgebiet identifiziert werden, die sich besonders gut für die naturschutzfachliche Aufwertung im Hinblick auf auentypische Lebensräume eignen und die durch punktuelle und lineare Maßnahmen mit anderen Stiftungsflächen, Kompensationsflächen, Schutzgebieten und gesetzlich geschützten Biotopen vernetzt werden können. Im Vordergrund stehen dabei die Potenziale kommunaler Flächen, auf denen praktische Maßnahmen beispielhaft und öffentlichkeitswirksam umgesetzt werden.

Ansprechpartnerin und Projektleiterin seitens der Naturschutzstiftung ist Manuela Monzka, die bereits im Hotspot-Projekt „Wege zur Vielfalt – Lebensadern auf Sand“ Erfahrungen mit BfN-Förderprojekten gesammelt hat. Unterstützung erhält sie durch die Stiftungsmitarbeiterin Anika Veltmaat.

Ems-Vechte