Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
01.10.2019, 10:00 Uhr

Grafschafter Gesundheitskonferenz rund um die Selbsthilfe

Spannende Vorträge und eine angeregte Podiumsdiskussion mit der niedersächsischen Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann erlebten rund 200 Gäste bei der Gesundheitskonferenz im NINO-Hochbau.

Sie diskutierten über die Selbsthilfe: Liesel Günther (Verein Selbsthilfe Grafschaft Bentheim), Dr. Ansgar Siegmund (Chefarzt Psychiatrie Euregio-Klinik), Werner Henseleit AOK; Dr. Annegret Hölscher (Leiterin Selbsthilfekontaktstelle); Gitta Mäulen (Fachbereichsleiterin Soziales und Gesundheit), Landrat Friedrich Kethorn, Anja Eberhardt (Selbsthilfebüro Niedersachsen), Sozialministerin Dr. Carola Reimann, Dr. Markus Kirschner (Grafschafter Ärzteverein) und Moderator Thomas Altgeld (Geschäftsführung Landesvereinigung Gesundheit). Foto: Landkreis

Sie diskutierten über die Selbsthilfe: Liesel Günther (Verein Selbsthilfe Grafschaft Bentheim), Dr. Ansgar Siegmund (Chefarzt Psychiatrie Euregio-Klinik), Werner Henseleit AOK; Dr. Annegret Hölscher (Leiterin Selbsthilfekontaktstelle); Gitta Mäulen (Fachbereichsleiterin Soziales und Gesundheit), Landrat Friedrich Kethorn, Anja Eberhardt (Selbsthilfebüro Niedersachsen), Sozialministerin Dr. Carola Reimann, Dr. Markus Kirschner (Grafschafter Ärzteverein) und Moderator Thomas Altgeld (Geschäftsführung Landesvereinigung Gesundheit). Foto: Landkreis

Zum fünften Mal lud die Gesundheitsregion Grafschaft Bentheim Akteure aus den Bereichen Soziales und Gesundheit sowie interessierte Bürger zur Gesundheitskonferenz ein. Das Programm stand diesmal unter dem Motto „Selbsthilfe tut gut – Engagiert für die Gesundheit“. Dabei drehte sich alles um die Themen Selbsthilfe, Ehrenamt und Gesundheitsförderung.

Grund für die Themenwahl der Gesundheitskonferenz ist das 20-jährige Bestehen der Selbsthilfekontaktstelle des Landkreises. 1999 wurde das Büro im Gesundheitsamt eröffnet. „Selbsthilfe hat bei uns einen großen Stellenwert. Daher unterstützen wir die Arbeit der Selbsthilfe in besonderer Weise. Die Selbsthilfekontaktstelle hilft Selbsthilfegruppen bei der Gründung, begleitet sie bei ihren Vorhaben und macht das Engagement sichtbar. Mehr als 100 Gruppen sind bei uns in der Grafschaft aktiv. Das ist beachtlich und verdient unseren ganzen Respekt“, betonte Landrat Friedrich Kethorn und Schirmherr des Selbsthilfetages.

Erwiesen sei zudem, welche Bedeutung das Ehrenamt und die Selbsthilfe für die Gesundheitsförderung und die Bewältigung der Krankheit haben, ergänzte Dr. Annegret Hölscher, Leiterin der Gesundheitsregion und Selbsthilfekontaktstelle. „Aus diesem wichtigen Grund möchten wir das Thema bei der Gesundheitskonferenz näher beleuchten.“ Sie bedankte sich bei den Selbsthilfemitgliedern und bei Tabuwta für die musikalische Untermalung der Gesundheitskonferenz. Zudem machte sie auf die Chronik aufmerksam, die zur Gesundheitskonferenz und Selbsthilfetag erschienen ist.

Eine der ersten Gratulanten zum Jubiläum war die niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Dr. Carola Reimann: „Die Bedeutung der Selbsthilfe im Gesundheitswesen kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Einzelpersonen und Gruppen, die sich im Gesundheitsbereich engagieren, sind Experten in eigener Sache. Sie übernehmen Verantwortung und stoßen Veränderungen an. Für andere Betroffene, Angehörige und Interessierte, sind sie wichtige erste Ansprechpartner.“

Wie bedeutsam die Selbsthilfe in der Grafschaft ist, wurde bei der Podiumsdiskussion deutlich. So diskutierte die Ministerin mit dem Landrat und der Fachbereichsleiterin Soziales und Gesundheit Gitta Mäulen und Dr. Annegret Hölscher sowie mit Anja Eberhardt vom Selbsthilfe-Büro Niedersachsen. Werner Henseleit von der AOK berichtete über die Förderung der Selbsthilfe durch die Krankenkassen und Dr. Ansgar Siegmund (EUREGIO-Klinik) zeigte die Aktivitäten des Selbsthilfefreundlichen Krankenhauses auf. Aus der Praxis berichteten Liesel Günther und Martin Olthaus, die beide seit vielen Jahren in der Grafschafter Selbsthilfe aktiv sind.

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion erläuterte Thomas Altgeld, Geschäftsführer der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen, in seinem Vortrag die Aspekte von Prävention, Gesundheitsförderung und Selbsthilfe. Einen heiteren Abschluss für die Besucher bildete die kurze Lesung des Buchautors und Slampoeten Tobi Katze: Er brachte mit seinem Beitrag „Morgen ist leider auch noch ein Tag – Von meiner Depression habe ich mir mehr versprochen“ die Besucher zum Schmunzeln.“

Ems-Vechte