11.11.2021, 16:00 Uhr

Grafschafter BUND setzt sich weiter für die Vechte ein

Die Renaturierung der Vechte – hier die Sohlgleite in Quendorf – ist ein großes Anliegen des Grafschafter BUND. Foto: Oppel

Die Renaturierung der Vechte – hier die Sohlgleite in Quendorf – ist ein großes Anliegen des Grafschafter BUND. Foto: Oppel

Grafschaft Die Bemühungen des BUND, die Vechte und ihre Aue im Sinne des vom BUND erstellten Entwicklungskonzeptes zu gestalten, reichen von der Landesgrenze Nordrhein-Westfalen bis an die Staatsgrenze zu den Niederlanden. Das berichtete Walter Oppel, Vorsitzender der Kreisgruppe des BUND, der Mitgliederversammlung, die vor kurzem unter Einhaltung der Coronaauflagen im Hotel Bonke in Nordhorn stattfand.

Das in den Niederlanden entwickelte Konzept „Rust en Drukte in het vechtdal“ („Ruhe und Betriebsamkeit im Vechtetal“) befasst sich mit der Vereinbarkeit von Ruhebereichen zum Schutz der Natur und Bereichen für Landwirtschaft, Tourismus und Entwicklung von Kommunen im Vechtetal. Das niederländische Konzept wurde nun auf Initiative des BUND und der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim auf den Verlauf der Vechte in der Grafschaft Bentheim übertragen. Dazu fanden zahlreiche Gespräche und Workshops aller Akteure statt, die von einem Planungsbüro im Frühjahr 2021 in einem ausführlichen Bericht zusammengefasst und kartographisch dargestellt niedergelegt wurden.

Im vergangenen Jahr wurden in einer Gemeinschaftsaktion von Angelsportverein Schüttorf und BUND mit Unterstützung des NLWKN Anpflanzungen direkt im Böschungsbereich der Vechte im Samern in einer Länge von insgesamt etwa 350 Metern vorgenommen. „Die Pflanzung von Schwarzerlen und Weiden aus der hiesigen Region in diesen Bereichen soll die Böschung auf natürliche Weise befestigen und gleichzeitig eine ökologische Aufwertung des Fließgewässers darstellen“, führte Oppel aus.

Geplante Trassenführungen Obenholt in Emlichheim

„Im Hinblick auf die nach Kenntnis des BUND geplante Trassenführung unterbreiteten wir einen alternativen Vorschlag, der aus unserer Sicht eher vertretbar ist als die bisher bekanntgewordenen und diskutierten Trassenverläufe“, sagte der BUND-Vorsitzende bei der Versammlung. „Nach den Planunterlagen existiert südlich der Vechte entlang der Terrassenkante der Vechteaue eine Baumreihe aus mächtigen Eichen und Pappeln. Zudem befindet sich entlang des Wilminkwegs eine Allee aus alten Eichen mit Brusthöhendurchmesser von über 90 Zentimetern.“ Die von der Planung favorisierte Trasse verlaufe offenbar genau durch einen Teilbereich dieser wertvollen alten (Eichen-)Baumbestände. Der Trassenvorschlag des BUND vermeidet die Querung der landschaftsgliedernden Gehölze.