12.11.2020, 15:46 Uhr

Gleichstellungsbeauftragte im Gespräch mit Albert Stegemann

Am Online-Treffen haben teilgenommen: Albert Stegemann (CDU-Bundestagsabgeordneter), Zdravka Buettner (Gleichstellungsbeauftragte des Landkreis Grafschaft Bentheim), Andrea Winter (Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Neuenhaus), Ilona Milius (Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Wietmarschen), Beate Sleefenboom (Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Emlichheim), Frieda Rotter (Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Uelsen) und Esther Jakobi (Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bad Bentheim). Foto: Landkreis

Am Online-Treffen haben teilgenommen: Albert Stegemann (CDU-Bundestagsabgeordneter), Zdravka Buettner (Gleichstellungsbeauftragte des Landkreis Grafschaft Bentheim), Andrea Winter (Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Neuenhaus), Ilona Milius (Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Wietmarschen), Beate Sleefenboom (Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Emlichheim), Frieda Rotter (Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Uelsen) und Esther Jakobi (Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bad Bentheim). Foto: Landkreis

Grafschaft Vor Kurzem kamen der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann und der Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Grafschaft Bentheim in einer Videokonferenz zusammen, um sich über den Arbeitsalltag der Grafschafter Gleichstellungsbeauftragten auszutauschen. Im Fokus des Gesprächs standen die vielfältigen Aufgaben zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter.

„Wir sind oft die erste Anlaufstelle für Personen mit Problemen jeglicher Art. Die kommunale Gleichstellungsarbeit ist eine Querschnittsaufgabe, die alle Lebensbereiche tangiert“, so die zugeschalteten Organisatorinnen des Treffens. Neben Frauen würden sich auch immer häufiger Männer an die Gleichstellungsbeauftragten wenden. Oft seien sie dann als Vermittlerinnen behilflich und würden die betreffende Person an die passende Einrichtung oder Beratungsstelle vor Ort verweisen. Aus diesem Grund spiele die Netzwerkarbeit für sie eine besonders große Rolle und nehme sehr viel Zeit in Anspruch. „Nur so können wir Hilfesuchenden weiterhelfen. Wir müssen die richtigen Ansprechpersonen kennen und über deren aktuelle Projekte informiert sein“, betonten die Teilnehmerinnen gegenüber Stegemann. Die Netzwerkarbeit bestehe vor allem in der Mitgliedschaft in verschiedenen Arbeitskreisen in der Grafschaft, und auch überregional, und im stetigen Austausch mit anderen Gleichstellungsbeauftragten. Themen, die hierbei immer wieder auftauchen, seien die verschiedenen Formen von Gewalt. „Es gibt neben der Häuslichen Gewalt in einer Partnerschaft oder Familie einige neue Formen von Gewalt. Hierzu zählen Cybermobbing, Hatespeech und verbale Angriffe in sozialen Medien“, erläuterten die Gleichstellungsbeauftragten. Auch die ungleiche Bezahlung der Geschlechter sei ein immer wiederkehrendes Problem in ihrem Alltag. Der Equal Pay Day mache jedes Jahr darauf aufmerksam und sei genau wie der Internationale Frauentag und der Gedenktag gegen Gewalt an Frauen ein fester Termin im Kalender. Die Gleichstellungsbeauftragten machten darauf aufmerksam, dass sie „rund um diese wichtigen Tage Veranstaltungen organisieren und Öffentlichkeitsarbeit machen, um die Bürgerinnen und Bürger über die Themen zu informieren.“ Ein weiteres sehr aktuelles Thema sei die gendergerechte Sprache, über die momentan auch in den Medien viel diskutiert werde. „Auch die verwaltungsinterne Arbeit nimmt viel Zeit in Anspruch“, ergänzte der Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten zum Ende des Gesprächs. Hierzu gehörten die Erstellung des Gleichstellungsplans, des Gleichstellungsberichts und die Beteiligung an Personalauswahlverfahren.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann bedankte sich für die „immens wichtige Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten vor Ort“ und betonte, dass insbesondere die Corona-Krise die gesellschaftlichen Herausforderungen beim Weg zur Gleichstellung offengelegt habe. Auch wenn bereits einiges erreicht worden sei, habe man noch eine weite Wegstrecke zu bewältigen. „Daher werde ich mich auch weiterhin mit den Gleichstellungsbeauftragten in der Region regelmäßig austauschen. Gemeinsam können wir viel bewegen“, sagte Stegemann abschließend.