12.01.2022, 16:25 Uhr

Glasfaser-Ausbau in Schüttorf kann starten

Stadtdirektor Manfred Windhaus, die SWSE-Geschäftsführer Hartmut Klokkers und Daniel Kollbach sowie spt.netz-Geschäftsführer Stephan Lührs können erfolgreich vermelden: „Mindestquote von 40 Prozent in der Samtgemeinde zum Jahreswechsel ist erreicht“. Foto: SWSE

Stadtdirektor Manfred Windhaus, die SWSE-Geschäftsführer Hartmut Klokkers und Daniel Kollbach sowie spt.netz-Geschäftsführer Stephan Lührs können erfolgreich vermelden: „Mindestquote von 40 Prozent in der Samtgemeinde zum Jahreswechsel ist erreicht“. Foto: SWSE

Schüttorf In Schüttorf kann in diesem Jahr der umfassende Glasfaser-Ausbau starten. Zum Jahreswechsel wurde in der Samtgemeinde die erforderliche Anschlussquote von 40 Prozent geknackt. „Wir freuen uns sehr, dass wir das Ziel erreicht haben. Für die Stadt und die Mitgliedsgemeinden ist das mit Blick auf die Zukunft ein enorm wichtiges Projekt“, betonte Stadtdirektor Manfred Windhaus bei der Vorstellung der Pläne im Sitzungszimmer der Stadtwerke Schüttorf-Emsbüren (SWSE). Nachdem die erforderliche Quote für einen wirtschaftlichen Ausbau bis zur ersten Frist (30. November) zunächst nicht erreicht worden war, klappte es in der Verlängerung zum 31. Dezember.

Den Breitband-Ausbau werden die Stadtwerke in den kommenden zwei Jahren zusammen mit der Firma spt.netz GmbH vorantreiben. Das Unternehmen aus Schleswig-Holstein baut in Abstimmung mit dem lokalen Versorger das Glasfaser-Netz und verkauft das fertige Netz anschließend an die „Schüttorfer Glasfaser-Infrastruktur“ (SGI). „An der Gesellschaft werden beide Unternehmen jeweils 50 Prozent der Anteile halten. Die SGI wird dann Netzeigentümer sein“, berichteten die SWSE-Geschäftsführer Hartmut Klokkers und Daniel Kollbach. Für die Instandhaltung des Netzes werden die Stadtwerke verantwortlich sein. Netz-Provider und damit direkter Ansprechpartner für die Kunden ist aber die net services GmbH mit ihrer Marke „Grafschafter Breitband“, die bereits in mehreren Orten im Kreisgebiet Glasfaser-Netze betreibt und auch in der Schüttorfer Samtgemeinde schon aktiv ist. Derzeit läuft die Umsetzung des ersten Breitband-Projektes, bei dem mit staatlicher Förderung die Gebiete mit weniger als 30 Mbit/s („Weiße Flecken“) mit schnellem Internet versorgt werden. Der Ausbau soll bis Mitte 2023 abgeschlossen sein.

Nach dem Erreichen der Mindest-Anschlussquote geht die Breitband-Umsetzung für die „Grauen Flecken“ (30 bis 100 Mbit/s) und „Schwarzen Flecken“ (> 100 Mbit/s) und schwarzen Flecken“ aktuell in die konkrete Planungsphase. Dabei geht es unter anderem darum, wie die rund 2000 Haushalte, die sich für einen Anschluss entschieden haben, das Glasfaser-Kabel ins Haus oder die Wohnung bekommen. „Wir schreiben in dieser Woche die Kunden an und vereinbaren Termine für die Begehung der Häuser und Grundstücke“, sagte spt.netz-Geschäftsführer Stephan Lührs. Parallel werden die Trassen des neuen Netzes geplant. „Wir bringen als SWSE in den Bau unsere Erfahrung, aber auch schon bestehende Infrastruktur ein“, sagte Klokkers.

Startschuss für den Ausbau im Mai

Der Startschuss für den Ausbau wird im Mai erfolgen. In der Folgezeit sollen immer wieder Teilnetze in Betrieb gehen. Denn der Bau von Trasse und Anschlüssen wird in der Stadt und den dichter besiedelten Gebieten auf dem Land parallel erfolgen. Der Abschluss dieses Projektes, das ein Gesamtinvestitionsvolumen von zirka 10 Millionen Euro umfasst, ist für Ende 2023 geplant. So lange die Tiefbauarbeiten in den jeweiligen Ausbaugebieten noch nicht abgeschlossen sind, haben Interessenten auch noch die Möglichkeit, zu einem niedrigeren Preis (199 Euro) einen Glasfaser-Anschluss zu erhalten. Wenn die Tiefbauer mit einem Gebiet fertig sind, muss danach mit dem Preis für einen Neuanschluss von rund 850 Euro kalkuliert werden.

Zum Abschluss dankte Windhaus auch noch einmal allen, die dazu beigetragen hatten, das Zukunftsprojekt auf den Weg zu bringen. Besonders hob er das Engagement der ehrenamtlichen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister und zahlreicher Ratsmitglieder in der Stadt und den Gemeinden hervor, die sich stark für den Ausbau eingesetzt hätten.