25.02.2019, 21:00 Uhr

Gezielte Förderung der Schüler in Differenzierungsräumen

An der Ernst-Moritz-Arndt-Grundschule hat die Stadt Nordhorn durch Umbau- und Renovierungsmaßnahmen zwei sogenannte Differenzierungsräume geschaffen. Sie unterstützen das Kollegium bei der Umsetzung moderner und individueller Lehrkonzepte.

Schulleiterin Brigitta Kaiser (links) und Schulsozialarbeiterin Jessica Klaber freuen sich über die neuen Differenzierungsräume. Foto:privat

Schulleiterin Brigitta Kaiser (links) und Schulsozialarbeiterin Jessica Klaber freuen sich über die neuen Differenzierungsräume. Foto:privat

Rund 60.000 Euro hat die Stadt hier investiert. Bürgermeister Thomas Berling sowie Vertreter der Verwaltung und der Eltern nahmen die neuen Räumlichkeiten nun in Augenschein.

„Danke für die neuen Räume“ steht auf den selbst gebastelten bunten Bildern, die die Schüler aus der Streitschlichter-AG dem Bürgermeister zur Begrüßung überreichen. Sie sind wie ihre Mitschüler und das gesamte Kollegium von den neuen Räumen und deren Möglichkeiten ganz begeistert. Auf einem von ihnen gestalteten Plakat haben sie die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten dargestellt: Demnach werden die Räume für die Ganztagsbetreuung genutzt, für die Treffen des Schülerrats, für verschiedene AGs oder das „Teamgeister“-Programm, das die Schulsozialarbeiterin dort anbietet. Auch können Lehrkräfte die Räume nutzen, um einzelne Schüler gezielt zu fördern. Die hellen Räume bieten zudem für Elterngespräche eine ruhige und freundliche Atmosphäre und nicht zuletzt können sich die Schülerinnen und Schüler hier bei Bedarf in den Pausen entspannen, Musik oder Hörspiele hören, lesen oder spielen.

„Die Flexibilität der Räume und die neue Möblierung sind ideal“, bestätigt Schulleiterin Brigitta Kaiser. Dank der roll- und einklappbaren Tische werde aus einem Arbeitsraum im Handumdrehen ein Bewegungsraum. Durch die neuen Akustikdecken werde selbst bei Aktionen, die mit intensiver Lautstärke verbunden sind - etwa bei musikalischer Betätigung - der Unterricht in den angrenzenden Räumen nicht gestört. „Die Anforderungen an modernen Schulunterricht wandeln sich ständig, und mit diesen zusätzlichen Räumen können wir dem sehr gut begegnen“, sagt Kaiser. Auch Elternvertreterin Nicole Melanie Tietzen-Mindrup und der Vorsitzende des Schulfördervereins Holger Große Lögten zeigten sich erfreut.

Der eine Raum ist etwa 30, der andere etwa 15 Quadratmeter groß. Wo sie heute hell und einladend zur Nutzung einladen, befanden sich einst Toilettenanlagen. Längst hatte die Schule die überflüssigen Sanitäreinrichtungen aber zu Abstellräumen umfunktioniert. „Da hat es schlecht gerochen“, erinnern sich die Kinder lebhaft. Davon ist jetzt nichts mehr zu merken. Die 60.000 Euro, die der Umbau und das neue Mobiliar gekostet haben, sind sichtbar gut investiert worden. Sechs Fachfirmen waren an der Umsetzung beteiligt. Arnold Mönnich vom städtischen Hochbauamt, das die Maßnahme geplant und für die Koordination verantwortlich ist, ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden: „Um den Unterricht nicht oder möglichst wenig zu stören, muss eine solche Baumaßnahme idealerweise in den Schulferien umgesetzt und abgeschlossen werden. Für mein Team war die Maßnahme deshalb eine Herausforderung und mit enormem Aufwand verbunden. Aber es hat sich gelohnt“.

Bürgermeister Berling freute sich bei seinem Besuch sehr darüber, dass das neue Raumangebot so gut angenommen wird. Den Wunsch nach Differenzierungsräumen haben noch einige weitere Nordhorner Grundschulen: „Damit hat sich der Schulausschuss vom Grundsatz her intensiv beschäftigt und Rat und Verwaltung haben die Realisierung schon auf der Agenda“, sagt der Bürgermeister. Die nötige Planung sei wegen der individuell unterschiedlichen Voraussetzungen an den einzelnen Standorten aber sehr arbeits- und zeitaufwendig. Da die Umsetzung auch kostenintensiv sei, könne sie nur sukzessive erfolgen.

Für Schuldezernentin Marlies Schomakers bilden die beiden Differenzierungsräume den „krönenden“ Abschluss einer gelungenen Standortoptimierung der EMA-Schule. So seien die kleine Turnhalle erst vor wenigen Jahren renoviert und die nicht mehr benötigten alten Container auf dem Schulhofgelände entfernt worden. Der Schulhof selber sei im vorletzten Jahr mit tatkräftiger Unterstützung von Eltern und Kindern wunderbar hergerichtet worden. „Nicht zuletzt die Tatsache, dass mit Jessica Klaber eine erfahrene Schulsozialarbeiterin das engagierte Kollegium mit Frau Kaiser an der Spitze ergänzt, macht die gute alte EMA zu einer gut aufgestellten, modernen Grundschule, die ihr Licht nicht unter den Scheffel zu stellen braucht. Hier wird mit pädagogischer Kompetenz und viel Herzblut ein Schulalltag geboten, der den Schülern Freude am Lernen und am Miteinander vermittelt.“

www.ema-schule.de

Ems-Vechte