31.03.2021, 08:55 Uhr

DGB fordert erneut: Nordhorn-Range muss weg

Thema dieses Ostermarsches war die Atomenergie. Foto: GN-Archiv

Thema dieses Ostermarsches war die Atomenergie. Foto: GN-Archiv

Osnabrück/Grafschaft Die Corona-Pandemie bremst auch in diesem Jahr die Ostermärsche des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) aus. Auch die zunächst geplante Kundgebung in Osnabrück ist inzwischen abgesagt worden. Traditionell wird bei Ostermärschen ein Zeichen für den Frieden und gegen Aufrüstung gesetzt.

„Wir dürfen jetzt nicht müde werden, uns weiter für den Frieden einzusetzen. Zur Zeit müssen wir leider feststellen, dass Krieg und Gewalt weltweit zu- statt abnimmt. Corona macht die Lagen in vielen Ländern noch dramatischer. Da dürfen wir nicht einfach nur zusehen. Der DGB fordert die Bundesregierung seit Jahren auf, die Rüstungsausgaben zu senken. Für 2021 sind Ausgaben von rund 50 Milliarden Euro geplant. Dieses Geld ist besser investiert in Soziales, Gesundheit, Bildung, Umweltschutz und auch zur Unterstützung armer Länder im Kampf gegen die Corona-Pandemie“, sagt der DGB-Kreisvorsitzende Horst Krügler.

Und wie sieht es vor Ort aus? Trotz jahrzehntelanger Forderungen nach Abschaffung existiert der Luft-Boden-Schießplatz Nordhorn-Range immer noch. Die letzte große Demonstration gegen die Range in Nordhorn mit 1300 Teilnehmern fand vor nunmehr 10 Jahren statt. „Mit zunehmender Intensität wird dort für Kriegseinsätze geübt. Getan hat sich leider bisher nichts. Schnellere Flugzeuge, die über dicht besiedeltem Gebiet in unmittelbarer Nähe des Kernkraftwerkes üben, sind eine ständige Bedrohung und Lärmbelästigung für die Bevölkerung. Seit Jahrzehnten fordert der DGB in der Grafschaft Bentheim „Nordhorn-Range muss weg“, unter anderem bei den Veranstaltungen zum Antikriegstag. Der Kampf gegen Lärm und Bomben darf nicht aufgegeben werden“, so Krügler weiter.

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