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06.07.2020, 11:56 Uhr

Gartengestaltung am Haus St. Marien in Nordhorn vollendet

Der Garten lädt zum Verweilen ein. Foto: Caritas

Der Garten lädt zum Verweilen ein. Foto: Caritas

Nordhorn Ein Labyrinth im Zentrum, neue Wege zum Flanieren, Bänke zum Verweilen und eine ansprechende Bepflanzung – die Gestaltung der Außenanlage am Haus St. Marien in Nordhorn hat sich in der vergangenen Zeit stetig weiterentwickelt. Insbesondere durch das Engagement des Fördervereins konnten die gewünschten Schritte nach und nach realisiert werden. Mit der Errichtung zweier Hochbeete für die Gäste der Tagespflege sowie der Installation einer Pforte für den Zutritt von außen ist das Projekt nun vorerst abgeschlossen.

Als das Haus St. Marien am 1. September 2018 als neue Pflegeeinrichtung in den Räumen des früheren Marienkrankenhauses den Betrieb aufnahm, gab es auf der 2000 Quadratmeter großen Fläche noch Einiges zu tun. Einen Meilenstein bildete die Einweihung des von Gernot Candolini geschaffenen Labyrinths im Mai 2019, welches eine besondere Rolle bei der Arbeit mit Demenzkranken spielt und inzwischen durch die Wegführung und verschiedene Anpflanzungen gänzlich neu zur Geltung kommt. Die beiden aufgestellten Hochbeete hat Pflegedienstleiterin Monika Banach gemeinsam mit fleißigen Bewohnerinnen und Bewohnern begrünt, sodass dort nun unter anderem Pflücksalate gedeihen und Kürbispflanzen herunterranken. Das neue Tor, welches sich rechts des Haupteingangs befindet, ist mit einem Code gesichert, den Besucher nach telefonischer Anmeldung erhalten. Nicht zuletzt verleiht ein aufgeschütteter und mit bunten Blumen versehener Wall dem ansonsten ebenerdigen Gelände einen optisch reizvollen Akzent.

Hermann Josef Quaing, Geschäftsführer der Caritas St. Marien Pflege GmbH, betont die Bedeutung der Anlage und lobt den Einsatz des Fördervereins: „Wir haben das Grundstück als geschützten Außenraum zur Verfügung gestellt und der Förderverein hat nun Leben hineingebracht. Toll, dass das so funktioniert hat.“ Zur Verwirklichung der jüngsten Maßnahmen konnte der „Verein der Freunde und Förderer der Caritas St. Marien Pflege GmbH“ 6000 Euro beisteuern. „Damit soll den Bewohnerinnen und Bewohnern ein echter Mehrwert geboten werden“, sagt Vereinsvorsitzender Hans-Hermann Schönberger. Sobald es möglich ist, werde der Garten wieder eine intensivere Nutzung erfahren, kündigt Schönberger an. So bestehe etwa die Idee, geführte Labyrinth-Begehungen anzubieten: Die Führungen würden von Ehrenamtlichen geleitet, Künstler Gernot Candolini stelle Material bereit. Derzeit erfolgten Gespräche mit dem VVV Nordhorn, um das Angebot in den Fahrradtourismus einzubinden.

Auf eine weitere Veranstaltung macht Pfarrer Ulrich Högemann aufmerksam: Am Samstag, 15. August, wird der Garten zum Austragungsort eines Freiluftgottesdienstes anlässlich Mariä Himmelfahrt. Etwa 60 Personen können nach Anmeldung daran teilnehmen, bei schlechtem Wetter wird der Gottesdienst in die St. Marien-Kirche verlegt. Beginn ist um 17 Uhr. Zum neuen Erscheinungsbild des Gartens sagt Högemann: „Der Mensch braucht etwas fürs Auge. Das ist hier gut gelungen.“ Er unterstreicht, dass das Gebäude mit seinem Außenbereich noch immer eine große Bedeutung hat für viele Nordhorner, die im Marienkrankenhaus geboren oder als Patienten dort versorgt wurden.

Die Caritas St. Marien Pflege GmbH als Trägerin der Pflegeeinrichtung ist ein gemeinsames Projekt des Caritasverbandes für die Diözese Osnabrück und der Nordhorner Stadtpfarrei St. Augustinus, welche zu 52 beziehungsweise 48 Prozent als Gesellschafter beteiligt sind. Hermann Josef Quaing sieht in dieser Verbindung den großen Vorteil, dass beide Partner ihre Ressourcen einbringen können – wie sich am Beispiel des geplanten Gottesdienstes zeige. Mit Blick auf die Vollendung der Arbeiten in der Außenanlage sagt Quaing erfreut: „Der Garten ist freundlich gestaltet und wir sind nun erst einmal fertig. Es wird in Zukunft aber sicher noch weitere Ideen geben.“

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