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13.03.2019, 20:00 Uhr

Für Behinderte: Inklusives Tennis im Breitsport

Der Kreissport und de Tennisregion Dollart-Ems-Vechte wollen gemeinsam Inklusion durch Tennis in der Grafschaft voranbringen. Dazu bieten sie jetzt Workshops zum Ausprobieren an.

Für Behinderte: Inklusives Tennis im Breitsport

In der Grafschaft gibt es Rollstuhlfahrer, die Tennis spielen. Foto: privat

In der letztjährigen Auftaktveranstaltung lud der Kreissportbund Grafschaft Bentheim im Projekt „Sport für Alle“ zu einem Bildungsangebot mit dem Thema „Inklusives Tennis im Breitensport“ an. Die Teilnehmer aus Vereinen der Tennisregion Dollart-Ems-Vechte sowie der Vorsitzende der Tennisregion, Gerrit Geerds, verständigten sich darauf, das Thema Inklusion durch Tennis in der Grafschaft voranzutreiben.

In weiterführenden Gesprächen einigten sich die teilnehmenden Vereine der Tennisregion sowie der KSB darauf, den nächsten Schritt mittels Tennisworkshops für unterschiedliche Handicaps anzubieten. Die Organisatoren möchten das Interesse unter behinderten Menschen für die Sportart wecken und aufzeigen, welche Möglichkeiten Tennis ihnen bietet. Die Disziplinen im Behindertentennis sind sehr vielfältig und reichen über Rollstuhltennis hinaus. In der Grafschaft gibt es Rollstuhlfahrer, die regelmäßig mit viel Freude und Ehrgeiz gegen andere Spieler Tennis spielen.

Auf niedersächsischer Ebene spielen schon mehrere Rollstuhlfahrer auf hohem Niveau. Neben Rollstuhltennis wird Blindentennis mit klingelnden Bällen, modifizierten Regeln und Linien, die durch eine starke Struktur fühlbar sind gespielt. Im Februar fanden sogar die ersten Norddeutschen Meisterschaften im Blindentennis statt. Mit bereits drei Anmeldungen von sehbeeinträchtigen Menschen, scheint das Interesse in der Grafschaft vorhanden zu sein. Beim Gehörlosentennis wird nach den klassischen Regeln gespielt, das Tragen von Hörgeräten oder -hilfen ist bei Turnieren untersagt. Auch geistig behinderte Menschen können aktiv werden. So können die Regeln nach dem Grad der Lernschwäche, etwa bei der Zählweise, modifiziert werden.

Die Workshops, zum Ausprobieren, richten sich gleichermaßen an Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Am Samstag, 27. April, von 16 bis 19 Uhr, können Rollstuhlfahrer und Gehörlose aktiv werden. Am Sonntag, 28. April, von 10 bis 13 Uhr sind Menschen mit Sehbeeinträchtigung / Blinde sowie geistig Behinderte eingeladen.

Geleitet werden die Workshops vom Tennisverband Niedersachsen-Bremen. Der Verband wird mit dem Inklusionsmobil vor Ort sein und den Teilnehmern unter anderem die Ausstattung des Mobils mit zum Beispiel Sportrollstühlen, Blindenbällen und Low-T-Ball vorstellen. Im Nachgang der Workshops und um die Inklusionsbemühungen weiter voranzutreiben, sind einmal wöchentlich Schnuppertrainings angedacht. Die Workshops sind kostenlos und finden in der Tennishalle des Hostel moveINN in Nordhorn, am Sportpark 9, statt. Mitzubringen sind Sportkleidung- und Schuhe. Anmeldungen können bis zum 23. April an Torsten Bakirci, telefonisch unter 05921 85373-16 oder per E-Mail an bakirci@ksb-grafschaft-bentheim.de gerichtet werden.