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13.07.2020, 14:52 Uhr

Freiwillige bei Lebenshilfe verabschiedet

Teilnehmer des Freiwilligendienstes bei der Lebenshilfe haben sich zum Start im September 2019 vor dem „Move Inn“ zu einem Gruppenfoto zusammengestellt. Foto: Lebenshilfe

Teilnehmer des Freiwilligendienstes bei der Lebenshilfe haben sich zum Start im September 2019 vor dem „Move Inn“ zu einem Gruppenfoto zusammengestellt. Foto: Lebenshilfe

Nordhorn Wenn junge Erwachsene sich bereitwillig für einen Freiwilligendienst entscheiden und beispielsweise der Lebenshilfe damit irgendwie auch 12 Monate ihres Lebens schenken, dann ist das für sie in der Folge nicht selten mit Anstrengungen und Herausforderungen verbunden. Man startet mit Motivation in neue und zunächst unsichere Gefilde und meistert mit persönlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten so manchen Parcours. Das kann für die „Freiwilligen Helfer“ auch schon mal holprig werden und einen an die persönlichen Grenzen bringen. Durch die gute pädagogische Begleitung sowie die fachliche Anleitung, welche den Freiwilligen durch die Fachdienste der Lebenshilfe Nordhorn zuteilwerden, lassen sich viele Schwierigkeiten bewältigen, aber der Einschlag eines Corona Virus „setzt dann doch allem die Krone auf“, so Tom, einer der Teilnehmer.

Für den Freiwilligendienst-Jahrgang 2019/2020 in der Lebenshilfe Nordhorn gGmbH, der Anfang Juli (nicht zusammen, sondern in überschaubaren Größenordnungen) offiziell verabschiedet wurde, bot die Corona-Krise aufgrund des Zwanges zur Kreativität viele neue interessante, spannende und lehrreiche Erlebnisfelder. Spontan erschlossen sich viele der jungen Erwachsenen neue unbekannte Einsatzstellen mit neuen Corona-bedingten Aufgaben, die auch für unsere professionellen Teams eine Herausforderung waren. Gemeinsam im „2-Meter-Abstand-Schulterschluss“ unterstützten sich Menschen mit Behinderung und Mitarbeiter gegenseitig.

„Auch in dieser Krise zeigt sich einmal deutlicher, dass wir alle angewiesen sind auf zivilgesellschaftliches Engagement, Achtsamkeit im Miteinander und einem Gefühl für soziale Verantwortung“, bemerkte Heike Stegink, Bereichsleitung. Um die 50 Menschen im Alter zwischen 16 und 26 waren bereit, sich dieser Verantwortung zu stellen, ohne zu wissen, was beziehungsweise dass auch noch Corona auf sie zukommt. Dafür ein riesengroßer Applaus und ein demütiges „Dankeschön.“

Um wenigstens einen kleinen, Corona-angepassten formellen Abschluss zu finden und somit ein Zeichen des Dankes zu setzen, war vom Bereich „Bildung und Freiwilligendienste“ einiges an Kreativität gefragt. Jasmin Zwafing und Christian Pikkemaat standen hier in der Verantwortung, den Umgang mit großen Gruppen und eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten pädagogisch und logistisch zu gestalten. Der Abschluss des Freiwilligendienst-Jahrganges 2019/2020 wurde mit Abstand und Hygienekonzept auf Tretbooten, einem „Großraum-Mensch-Ärger-Dich-Nicht“ und einem entzerrten Abschlussgrillen gefeiert. „Trotz der deutlich spürbaren Herausforderungen haben wir die Phase seit März bis zum Abschlusstag echt super gemeistert“, waren sich die beiden Pädagogen einig. „Alle haben das Beste aus der Situation gemacht“, wurde gelobt und so setzte der Freiwilligendienst Corona die Krone auf und nicht anders herum. „Danke für alles. Bleibt gesund und passt aufeinander auf“, war somit der abschließende Tenor der Referenten.

Wer Interesse an einem Platz im Freiwilligendienst hat, kann sich jeder Zeit im Fachbereich Bildung und Freiwilligendienste unter der Telefonnummer 05921 8061530 oder an freiwilligendienste@lebenshilfe-nordhorn.de melden.

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