23.08.2021, 15:05 Uhr

Frauenselbsthilfe Krebs bestätigt Gruppenleitungsteam im Amt

Sonja Altendeitering, Hildegard Schröder und Janette Hansmann setzen ihre Arbeit fort. Foto: privat

Sonja Altendeitering, Hildegard Schröder und Janette Hansmann setzen ihre Arbeit fort. Foto: privat

Nordhorn Die Frauenselbsthilfe Krebs ist 1976 mit dem Ziel gegründet worden, betroffenen Menschen zu helfen, mit körperlichen, psychischen und sozialen Problemen zurechtzukommen. Die Gruppe Nordhorn besteht seit 17 Jahren.

Von Anfang an ist Sonja Altendeitering ehrenamtlich in der Gruppenleitung tätig. „Wir selbst haben die Diagnose Krebs mit all der verbundenen Angst erfahren und können deshalb Verständnis für die Fragen und Nöte anderer Betroffener aufbringen. In jeder Situation einer Krebserkrankung möchten wir auffangen, informieren und begleiten. Dabei liegt unser Schwerpunkt auf Brustkrebs und gynäkologischen Krebserkrankungen“, sagt Sonja Altendeitering. Eigene Erfahrungen und umfangreiche Schulungsmaßnahmen qualifizieren auch Janette Hansmann. Sie ließ sich vor fünf Jahren in die Gruppenleitung wählen und betreut von Neuenhaus aus viele Frauen, die in der Niedergrafschaft wohnen. Hildegard Schröder hat sich als Case-Managerin des Brustzentrums der Euregio-Klinik bereits lange für die Frauenselbsthilfe engagiert, bevor sie sich vor fünf Jahren der Gruppenleitung anschloss. „Gerne stehe ich mit meiner Erfahrung im sozialrechtlichen und medizinischen Bereich zur Verfügung“, bekräftigt Hildegard Schröder.

Dieses bewährte Team ist nun von den Gruppenteilnehmerinnen einstimmig wiedergewählt worden. Derzeit werden 53 Patientinnen von der Frauenselbsthilfe Krebs betreut.

„Fast neun Monate lang haben wir auf Treffen verzichtet. Geplante Aktivitäten wie zum Beispiel Vorträge, Gesundheitstage, Autorenlesungen und der Brustkrebslauf sind sogar seit eineinhalb Jahren ausgesetzt“, berichtet Sonja Altendeitering. Um das Gemeinschaftsgefühl dennoch aufrechtzuerhalten und jeder Teilnehmerin das Gefühl zu geben, dass sie nicht alleine ist, sind neue Kommunikationswege gefunden worden. Schriftlich, telefonisch und vor allem mit regelmäßigen Haustürbesuchen wird Kontakt gehalten. Im Online-Bereich werden kostenlose Kurse der Deutschen Krebsstiftung, zum Beispiel für den Berufswiedereinstieg, angeboten. Altendeitering bedauert bei ihrer Arbeit den coronabedingten Verzicht auf körperliche Nähe: „Selbsthilfe lebt aber von der Nähe, von der wohltuenden Umarmung. Unser Problem ist, dass wir derzeit genau darauf verzichten müssen. Auch fehlt das aufmunternde Zulächeln, das man unter der Maske nur erahnen kann.“

Wie bereits im letzten Sommer finden wieder kleinere Treffen draußen statt. Ein allgemeiner Gruppenabend wird am Mittwoch, 25. August, ab 19.30 Uhr angeboten. Dieses Treffen ist unter hohem Hygienestandard im Vortragsraum 114/115 der Volkshochschule in Nordhorn geplant. Interessierte Betroffene sind willkommen, es wird um eine telefonische Anmeldung gebeten.

Für die Frauenselbsthilfe Krebs stehen die Gruppenleiterinnen telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung: Sonja Altendeitering unter Telefon 05921 721121 und per E-Mail an altendeitering@live.de, Hildegard Schröder unter Telefon 05908 724 und Janette Hansmann unter Telefon 05941 5788.

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