06.05.2021, 12:35 Uhr

Förderverein des Nordhorner Tierparks wirbt um Unterstützung

Der Zwergziegen-Kindergarten im Nordhorner Tierpark wartet auf Besucher. Foto: Frieling

Der Zwergziegen-Kindergarten im Nordhorner Tierpark wartet auf Besucher. Foto: Frieling

Nordhorn Weil sich der Tierpark in Nordhorn coronabedingt in einer „finanziell schwierigen Lage“ befindet, ruft der Förderverein des Familienzoos zur Unterstützung auf. „Nachdem der Tierpark nach dem ersten Entwurf der bundesweiten ,Notbremse‘ geschlossen werden sollte, ist es der Zoowelt gelungen, zumindest eine weitere Offenhaltung der Zoos zu erreichen. Denn die Ansteckungsgefahr an der frischen Luft geht gegen Null und Zoos stellen gerade in dieser Zeit einen besonderen Erholungswert dar. Darüber freuen wir uns sehr“, erklärt Vorsitzende des Fördervereins, Dietmar Brookmann.

Testpflicht hält Besucher fern

Dies führe allerdings zu anderen großen Problemen, denn der Tierpark unterliege jetzt einer Testpflicht, die es bisher nicht gab. „Die Erfahrungen anderer zoologischer Gärten, die bereits vor einiger Zeit eine Testpflicht auferlegt bekommen haben, zeigen, dass alle Zoos mit Testpflicht einen Besucherrückgang von über 70 Prozent zu verzeichnen haben“, führt Brookmann aus. Der Tierpark benötigt Brookmann zufolge im Schnitt 1000 Besucher am Tag, damit sich Einnahmen und Ausgaben täglich die Waage halten. „Dass diese Zahlen mit Testpflicht schwer zu erreichen sind, hat schon der Freitag mit nur 300 Besuchern gezeigt“, zeigt der Vorsitzende auf.

Auch die Pekaris haben Nachwuchs. Foto: Jürges

Auch die Pekaris haben Nachwuchs. Foto: Jürges

Keine Überbrückungshilfe

„Der Tierpark ist bei der einzigen Coronahilfe, die es in diesem Jahr gibt, der sogenannten Überbrückungshilfe III, nicht antragsberechtigt“, stellt Brookmann fest. Insofern beginne für den Tierpark nun die „wirtschaftlich wohl härteste Zeit in der Coronakrise“, da die Einnahmen deutlich zurückgehen und keine Zuschüsse durch Coronahilfen zu erwarten seien. „Diese Einschnitte kommen in einer Zeit der Hochsaison, in der sich normalerweise nicht nur jeder Tag selbst trägt, sondern auch ein Vorrat für die auch in normalen Zeiten einkommensschwache kalte Jahreszeit erwirtschaftet werden kann“.

Sparmaßnahmen

Aus diesem Grund musste der Tierpark laut Brookmann im Laufe der Woche die Sparanstrengungen wieder deutlich erhöhen. Die Arbeiten von Fremdfirmen werden beendet, ein allgemeiner Ausgabestopp verhängt, Reparaturen verschoben und Kurzarbeit angemeldet. „Der Tierpark braucht weiterhin unsere Hilfe“, wirbt der Vorsitzende und appelliert: „Besuchen Sie weiterhin den Tierpark, helfen Sie durch eine Spende, eine Mitgliedschaft im Förderverein oder eine Patenschaft.“

Weitere Informationen gibt es auf www.tierpark-nordhorn.de.

Ein Sikakalb liegt im wärmenden Stroh. Foto: Jürges

Ein Sikakalb liegt im wärmenden Stroh. Foto: Jürges

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