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25.10.2018, 08:32 Uhr

Förderung münsterländischer Familienunternehmen

Enabling Innovation nimmt die Besonderheiten der Innovationsförderung in münsterländischen Familienunternehmen in den Blick

Förderung münsterländischer Familienunternehmen

Wie Familienunternehmen durch Innovationen auch künftig am Markt erfolgreich sind, darüber diskutierte (v.l.) Moderator Kai Heddergott mit Dan Schmitz (Schmitz-Werke), Tobias Woltering (Woltering Group) und Todor Lohwasser (WWU Münster). Foto: Münsterland e.V.

Starke Familienunternehmen prägen seit Generationen das Münsterland. Doch wird dies auch in Zukunft noch so sein? Darüber diskutierten am Dienstagabend Familienunternehmer und Gäste der Veranstaltung „Enabling Family Business – Erfolgsfaktor Familie oder Mythos?“ des münsterlandweiten Verbundprojekts Enabling Innovation rege im GRIPS auf dem Steinfurter Campus der FH Münster.

„Familienunternehmen denken besonders nachhaltig und haben eine besondere Unternehmensstruktur. Wie sich das auf ihre Innovationsfähigkeit auswirkt und welche Vorteile, aber auch Nachteile sie dadurch in den heutigen globalen Märkten und schnelllebigen Innovationszyklen haben, ist eine wichtige Frage für ihren zukünftigen Erfolg“, erklärt Bernd Büdding, Projektleiter von Enabling Innovation beim Münsterland e.V. „Zudem zeigen die Ergebnisse dieses Abends uns, wie wir unsere Angebote zur Innovationsförderung noch passender auf Familienunternehmen ausrichten können.“

Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es viel, was Familienunternehmen erfolgreicher als andere macht. „Aber leider ist es auch häufig so, dass man gerne in seiner eigenen Welt lebt und weniger empfänglich für Einflüsse und Beratung von außen ist“, erklärte Todor Lohwasser vom Institut für Organisationsökonomik der WWU Münster. Eine umfassende Digitalisierungsstrategie sei auch deshalb für die meisten Familienunternehmen nicht der richtige Weg. „Es ist besser die Digitalisierung nach und nach auf einzelne Elemente im Unternehmen anzuwenden, zum Beispiel erstmal in der Kommunikation: Slack statt E-Mail, Social Media statt Messe“, so Lohwasser.

Wie die Emsdettener Schmitz-Werke, Deutschlands Marktführer für Markisen und Objektstoffe im Bereich Healthcare, diesen Weg gehen, erklärte Geschäftsführer Dan Schmitz im Gespräch mit Lohwasser und Tobias Woltering, Geschäftsführer des Ochtruper Zulieferunternehmens Woltering. „Wir stellen uns seit vier Generationen immer wieder die Frage: Wie sollte es eigentlich sein? Wir evaluieren permanent die Erwartungshaltung der Kunden ebenso wie die Möglichkeiten, unsere Produkte anhand ihrer Wünsche weiterzuentwickeln und zu verbessern“, erklärt Schmitz. „Das ist unglaublich anstrengend, weil die Impulse immer größer werden und es immer schwieriger wird, die Kanäle, die Innovationen bieten, zu sortieren.“ Hinzukommt: „Vieles von dem behauptet wird, es sei unabdingbar wichtig für die Digitalisierung, ist aktuell im Tagesgeschäft gar nicht machbar. Umso wichtiger ist es, seinen eigenen Weg zu finden. Und das tun wir“, sagte Tobias Woltering.