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17.12.2018, 16:17 Uhr

Fördermittel für „Dorfregion“ Nordhorn-Neuenhaus bewilligt

Das Antragsgebiet besteht aus den nördlichen Nordhorner Ortslagen Hohenkörben, Bimolten und Bookholt, aus der Stadt Neuenhaus inklusive Veldhausen, Grasdorf und Hilten sowie der Gemeinde Lage.

Fördermittel für „Dorfregion“ Nordhorn-Neuenhaus bewilligt

Über die Fördermittelzusage freuen sich (vorne von links:) Bürgermeister Hindrik Bosch, Stadtdirektor Günter Oldekamp, Bürgermeister Thomas Berling, Bürgermeister Paul Mokry, (hinten von links): Hans-Peter Lütje vom Nordhorner Amt für Stadtplanung, Nordhorns Stadtbaurat Thimo Weitemeier und der 1. Samtgemeinderat von Neuenhaus Michael Kramer. Foto: privat

.Auch der Bereich rund um das Kloster Frenswegen ist Teil des Antragsgebiets. Über einen Zeitraum von zehn Jahren will das Land hier die Dorfentwicklung besonders fördern.

„Wir freuen uns außerordentlich, dass wir dieses spannende und wichtige Projekt gemeinsam durchführen können“, so Nordhorns Bürgermeister Thomas Berling. Mit seinen Amtskollegen Paul Mokry aus Neuenhaus, Hindrik Bosch aus Lage sowie dem Neuenhauser Stadtdirektor Günter Oldekamp tauschte er sich über die positiven Nachrichten aus dem Ministerium aus. „Metmekaar an Dinkel und Vechte“, das soll laut Oldekamp das plattdeutsch angehauchte Motto für die Zusammenarbeit sein.

Sowohl in Nordhorn als auch in der Samtgemeinde Neuenhaus wurden in der Vergangenheit sehr positive Erfahrungen mit der Dorfentwicklung gemacht, so zum Beispiel in Brandlecht und Hestrup oder in Osterwald. Ein Lieblingsbeispiel von Berling ist das noch laufende Programm in Klausheide: „Auf dem neu entstandenen Dorfplatz findet viel Gutes statt und es gibt insgesamt viel neuen Schwung im Dorfleben.“ Berling hofft auf ähnlich positive Effekte in der neuen Förderregion: „Bimolten, Bookholt und Hohenkörben warten schon lange auf diese Gelder. Die Menschen dort haben viele gute Ideen“, so der Bürgermeister.

Das Ziel von Dorfentwicklungsprojekten ist es, die Strukturen und die Attraktivität ländlicher Regionen zu bewahren und diese gleichzeitig zukunftssicher zu machen. Potenziale sollen gestärkt und Schwächen überwunden werden. Um das zu erreichen, werden sowohl private als auch öffentliche Maßnahmen gefördert. Privatleute können Fördermittel von bis zu 30 Prozent erhalten, beispielsweise für die Sanierung eines dorfbildprägenden Gebäudes. Öffentliche Maßnahmen, wie zum Beispiel die Optimierung von Verkehrswegen oder die Schaffung von Naherholungsflächen, fördert das Land mit bis zu 75 Prozent.

Der Dorferneuerungsplan mit den Maßnahmen wird von den Bewohnerinnen und Bewohnern der jeweiligen Region selbst entwickelt. Dazu werden Arbeitskreise gebildet, die sich regelmäßig treffen und dabei von der Verwaltung begleitet werden. Vereine, Initiativen und engagierte Einzelpersonen sollen sich dort einbringen. Im Mai hat in Neuenhaus bereits eine erste Akteursbeteiligung stattgefunden. Dort wurden gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern aus dem gesamten Antragsgebiet erste Zielvorgaben für die Antragsstellung erarbeitet.