11.03.2019, 13:30 Uhr

„Flüchtlinge gut in den Arbeitsmarkt integriert“

„Wir sind früh und mit viel Ehrgeiz daran gegangen, die Integration der zugewanderten Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt anzugehen. Das hat sich ausgezahlt“, erklärte Jobcenter-Leiterin Gitta Mäulen bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2018.

Sprachkurse sind ein wichtiger Baustein, um die Flüchtlinge weiter in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Foto:privat

Sprachkurse sind ein wichtiger Baustein, um die Flüchtlinge weiter in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Foto:privat

Landrat Friedrich Kethorn unterstrich: „Das war Ziel von Politik und Verwaltung, darum entschied der Kreistag im Juni 2016 ein spezielles Fallmanagement einzurichten. Wir wollten unbedingt auch vermeiden, dass Zuständigkeitsfragen zum Hindernis werden.“

Seitdem steuert dieses Fallmanagement für Asylbewerber und nach deren Anerkennung ein weiteres für Migranten den Integrationsprozess der geflüchteten Menschen in der Grafschaft von Anfang an ohne Reibungsverluste. In der Folge wurde ein Integrationszentrum eingerichtet. Dort erhalten Flüchtlinge, Ehrenamtler und Arbeitgeber Leistungen aus einer Hand - unabhängig von den rechtlichen Zuständigkeiten.

Mit vielen Maßnahmen konnten weitere Fortschritte beim Erreichen des Ziels der Integration von Migranten vollzogen werden. Die Zahl der zielgruppengerechten Sprachkurse wurde in enger Zusammenarbeit mit der Volkshochschule und Bildungsträgern dem bestehenden Bedarf angepasst. Das Ergebnis dieser Bemühungen zeigt sich in der sogenannten Integrationsquote Asyl und Flucht im SGB II, die mit 25,9 Prozent die durchschnittliche Quote in Niedersachsen von 22,3 Prozent deutlich übersteigt.

Auch 2018 war ein Zugang von Asylbewerbern in der Grafschaft festzustellen. Für Gitta Mäulen ist klar: „Wir müssen weiterhin viele Wege gehen, um diese neu zugewanderten Menschen gleich von Beginn an zu erreichen. Das heißt natürlich, sie sprachlich fit zu machen und beruflich vorzubereiten. Davon profitieren wir als Gesellschaft insgesamt.“

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