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03.06.2020, 14:01 Uhr

Firma Rofa unterstützt die Sicherung des Fotoarchivs

Das Stadtmuseum Nordhorn freut sich über die Unterstützung durch die Firma Rofa. So ist es möglich, weiter für die Sicherung der Museumssammlung zu sorgen.

Die Firma Rofa unterstützt die Sicherung der Museumssammlung im Stadtmuseum Nordhorn. Der Auftakt zum Nähen von Schutzhüllen durch die ehrenamtlichen Museumsfreundinnen mit (von links): Doris Bardenhorst, Vera Hamberg von der Firma Rofa, Karola Spürk, Museumsleiterin Nadine Höppner und Helga Quandt vom Stadtmuseum. Foto: Stadtmuseum Nordhorn

Die Firma Rofa unterstützt die Sicherung der Museumssammlung im Stadtmuseum Nordhorn. Der Auftakt zum Nähen von Schutzhüllen durch die ehrenamtlichen Museumsfreundinnen mit (von links): Doris Bardenhorst, Vera Hamberg von der Firma Rofa, Karola Spürk, Museumsleiterin Nadine Höppner und Helga Quandt vom Stadtmuseum. Foto: Stadtmuseum Nordhorn

Nordhorn Ehrenamtliche Tatkraft und die Unterstützung der Firma Rofa aus Schüttorf sichern die Sammlung des Stadtmuseums langfristig weiter. Mehr als 100.000 Fotografien lagern im Archivraum des Stadtmuseum Nordhorn. „Es ist eine bundesweit einzigartige Sammlung“, berichtet Museumsleiterin Nadine Höppner. Originale von internationalen Fotografen-Stars wie Helmut Newton oder F.C. Gundlach finden sich in den Fotokästen ebenso wie zum Beispiel seltene Briefe des Fotografen Paul Wolff oder die vollständige Sammlung des ehemaligen Nordhorner Fotoateliers Heekeren. „Unsere Fotosammlung ruht auf drei Säulen“, so Höppner. „Der Modefotografie aus dem ehemaligen NINO-Werbearchiv aus der Zeit seit 1950. Den Industriefotografien aus den Grafschafter Textilbetrieben selbst. Und der Regionalfotografie mit den Arbeiten der Berufsfotografen, vor allem aus den Fotoateliers Zahn und Heekeren.“

Um diesen einzigartigen Schatz zu erhalten und sichtbar zu machen, hat das Stadtmuseum in den letzten Jahren zahlreiche Projekte unternommen. Die empfindlichen Glasplatten sind zum Teil mehr als hundert Jahre alt und inzwischen vollständig digitalisiert, um sie vor weiteren Schäden zu schützen. Eine Mitmach-Webseite stellt eine Auswahl der Regionalfotografien vor. Seit 2016 sind drei Fotobücher rund um Themen aus der Museumssammlung erschienen, weitere sind geplant. Um das Fotoarchiv langfristig zu schützen, werden besondere Hüllen benötigt. Unterstützung bekam das Museumsteam von der Firma Rofa, deren Spezialstoffe sich als Objektschutz im Archiv besonders gut eignen.

„Als uns das Museum um Rat gebeten hat, haben wir sehr gerne geholfen. Rofa unterstützt das Museum bereits seit Jahren und als Mitglied im Förderverein liegt es uns besonders am Herzen, die Schätze dieses tollen Museums zu erhalten. So auch die Fotosammlung. Wir sind Grafschafter Textiler mit Herz und Verstand und möchten helfen, diese einzigartigen Zeugnisse der Nordhorner Textil- und Modewelt mit unseren hochwertigen Geweben (Made in Germany) zu schützen, sodass alle nachfolgenden Generationen noch lange Freude an dieser einzigartigen Sammlung haben können“, erzählt Geschäftsführerin Silke Kamps. Ihr Motto: „Protect what you care for – schütze was dir wichtig ist! Wir helfen mit.“

Das Schüttorfer Unternehmen Rofa hält seit über 120 Jahren an der Gewebeproduktion am eigenen Standort fest und konfektioniert selbst daraus Arbeitsschutzkleidung. „Mit unserer Kleidung schützen wir Menschen vor den Gefahren des Arbeitsalltags, warum also nicht auch Fotografien“, so Vera Hamberg, Marketingmanagerin bei Rofa. Die Aufarbeitung der Museumssammlung findet hinter den Kulissen ständig weiter statt. Es wird eingelagert, restauriert, inventarisiert, die zahlreichen Geschichten zu den Objekten aufgeschrieben und für die Nachwelt gesichert. Im Stadtmuseum Nordhorn ist dieser Museumsalltag ohne das Engagement der ehrenamtlichen Museumsfreunde nicht denkbar. „Wir helfen gerne“, sind sich Helga Quandt und Karola Spürk einig, die seit 2017 fest zum Kreis der Ehrenamtler im Museum gehören. „Gerade jetzt hatten wir viel Zeit, um zu Hause zu nähen.“

Nicht nur Hüllen für die Objekte stellen die Ehrenamtlichen her. Mit Stoffen von den Webstühlen aus der Museumsfabrik fertigten sie in den letzten Wochen zahlreiche Mundschutzmasken, die das Museum kostenlos verteilt hat. Der Besuch im Museum ist im NINO-Hochbau mit den gegebenen Vorschriften auch wieder möglich. Die Dauer- und Sonderausstellung ist von Dienstag bis Samstag von 14 bis 18 Uhr geöffnet sowie Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Die Museumsfabrik und der Povelturm bleiben vorerst geschlossen; Gruppenführungen und Veranstaltungen finden derzeit nicht statt.

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