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20.03.2019, 19:00 Uhr

Feuerwehrhaus in Gildehaus stößt an ihre räumlichen Grenzen

Auf ein ereignisreiches Jahr blickte Stadtbrandmeister Wilfried Baltruschat auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bad Bentheim zurück.

Stadtbrandmeister Wilfried Baltruschat, Kreisbrandmeister Uwe Vernim, Leiter des Ordnungsamtes Heinz-Gerd Bökenfeld, 1. Stadtrat Heinz-Gerd Jürriens, Holger Kerkhoff, stellvertretender Ortsbrandmeister Ortsfeuerwehr Gildehaus, Sebastian Fischer, Florian Tegeder Markus Frisch, Stefan Reimann, Ortsbrandmeister Ortsfeuerwehr Gildehaus, Frank Hengstmann, stellvertretender Ortsbrandmeister Ortsfeuerwehr Bad Bentheim (stehend von links) sowie Holger Buttler, Wolfgang Thier, Hartmut Bertels, Jens Bonikowski (sitzend von links) verfolgten die Ausführungen zum Feuerwehrbedarfsplan in Gildehaus und Bad Bentheim. Foto: Berthold Leusmann

Stadtbrandmeister Wilfried Baltruschat, Kreisbrandmeister Uwe Vernim, Leiter des Ordnungsamtes Heinz-Gerd Bökenfeld, 1. Stadtrat Heinz-Gerd Jürriens, Holger Kerkhoff, stellvertretender Ortsbrandmeister Ortsfeuerwehr Gildehaus, Sebastian Fischer, Florian Tegeder Markus Frisch, Stefan Reimann, Ortsbrandmeister Ortsfeuerwehr Gildehaus, Frank Hengstmann, stellvertretender Ortsbrandmeister Ortsfeuerwehr Bad Bentheim (stehend von links) sowie Holger Buttler, Wolfgang Thier, Hartmut Bertels, Jens Bonikowski (sitzend von links) verfolgten die Ausführungen zum Feuerwehrbedarfsplan in Gildehaus und Bad Bentheim. Foto: Berthold Leusmann

Aktuell hat die Wehr 242 Mitglieder in zwei Ortsfeuerwehren, zwei Jugendfeuerwehren und zwei Altersabteilungen in Bad Bentheim und Gildehaus sowie den Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Bad Bentheim. Der Förderverein der Ortsfeuerwehr Bad Bentheim zählt 52 Mitglieder. Zu 286 Einsätzen, aufgeteilt in 78 Brandeinsätze, 186 Technische Hilfeleistungen und 22 Blinde Alarme wurden die Einsatzkräfte alarmiert.

Auffällig sind die vielen Sturm- und Hochwassereinsätze. Bei den Brandeinsätzen ragt der Moorbrand auf dem WTD Gelände in Meppen heraus. Beide Feuerwehren waren dort mehrere Tage im Einsatz. Die Dienststunden stiegen um 15,8 Prozent auf fast 11.000. Neben den Einsätzen bildeten sich die Wehrleute auf Lehrgängen auf Landes- und Kreisebene, bei den Dienstabenden, bei der Kreisbereitschaftsübung, der Obergrafschafter Übung, der Magistratsübung und dem Stadtausbildungstag weiter. Schulklassenbetreuer im Brandschutz beider Feuerwehren unterrichteten viele Kinder in Schulen und Kindergärten. „Eine wahnsinnige Zahl“, bemerkte Baltruschat, „wenn man bedenkt, dass diese Stunden ehrenamtlich geleistet werden.“ Beim neuen Leistungsvergleich in Neuenhaus erreichte die Ortsfeuerwehr Bad Bentheim den dritten sowie die Ortsfeuerwehr Gildehaus den fünften Platz. Beide Gruppen haben sich für den Leistungsvergleich auf Bezirksebene qualifiziert.

Einen großen Dank richtete Baltruschat an die Stadt Bad Bentheim für die Bereitstellung der umfangreichen Mittel und der 100-prozentigen Umsetzung des Brandschutzbedarfsplans. So wurde der GW-L II (Gerätewagen Logistik) an die Ortsfeuerwehr Gildehaus übergeben. Das Fahrzeug hat sich bei vielen Übungen und Einsätzen schon bestens bewährt. Das Tanklöschfahrzeug 4000 wird im 1. Halbjahr fertiggestellt und im Mai übergeben.

Seit Mitte 2018 haben beide Ortsfeuerwehren jeweils eine halbe Stelle für die Dateneingabe in Feuerwehrverwaltungsprogramm FeuerON, die von der Stadt bezahlt wird. Für die Pflege rund um die Feuerwehrhäuser wurde eine Stelle geschaffen. Auf Kreisebene ist die Stadt Bad Bentheim die erste Gemeinde, die auf Problem reagiert. Bei der Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Gildehaus ging der Bürgermeister einen Schritt weiter: Er glaubt, dass für den Gerätewart eine hauptamtliche Stelle erforderlich wird.

Im November war der Start für den Brandschutzbedarfsplaner Siepe, die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans in Angriff zu nehmen. Umfangreiche Unterlagen und Listen musste erstellt und abgearbeitet werden. Alle Unterlagen liegen bald dem Planer vor. Mit Spannung erwartet wird das Urteil des Planers über das wachsende Industriegebiet in Gildehaus.

Wenn in Gildehaus das TLF 4000 übergeben wird, ist platzmäßig absolut Schluss im Feuerwehrhaus. Hier ist langfristig über einen Neubau an geeigneter Stelle in Gildehaus nachzudenken. Auch das wird der Gutachter mit Sicherheit zur Sprache bringen. In Bad Bentheim wird zurzeit an einer Lösung gearbeitet. Das danebenliegende Gebäude steht leer. Der Eigentümer hat der Stadt 630 Quadratmeter der Halle zur Miete angeboten. Zurzeit wird geprüft, ob dies machbar ist.

Nach den Jahresberichten vom Sicherheitsbeauftragten Jürgen Reinink und Sebastian Fischer für die Jugendfeuerwehren der Stadt Bad Bentheim wurden Sebastian Fischer, Florian Tegeder (Feuerwehr Bad Bentheim), Sebastian Brinkmann und Markus Frisch (Ortsfeuerwehr Gildehaus) zum Löschmeister, Frank Hengstmann (Ortsfeuerwehr Bad Bentheim) zum Oberbrandmeister sowie Stefan Reimann (Ortsfeuerwehr Gildehaus) zum Hauptbrandmeister befördert. Geehrt wurde Jens Bonikowski (Ortsfeuerwehr Gildehaus) für 25-jährige Mitgliedschaft sowie Holger Buttler und Wolfgang Thier (Ortsfeuerwehr Bad Bentheim) für 40-jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr.

In ihren Grußworten zollten 1. Stadtrat Heinz-Gerd Jürriens und Kreisbrandmeister Uwe Vernim der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren großen Respekt und bedankten sich für den unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz.