11.08.2022, 15:16 Uhr

Feuerwehren arbeiten im Grenzgebiet zusammen

Vor dem Nordhorner Rathaus trafen sich (von links) Maarten Scholtens (Gemeinde Dinkelland), Dinkellands Bürgermeister John Joosten, Jette Dierselhuis (Brandweer Twente), Jörg Buse und Matthias Rode (Feuerwehr Nordhorn), Dave de Leeuw (Brandweer Twente), Stephan Semper (Stadt Nordhorn) und Nordhorns Bürgermeister Thomas Berling. Foto: Stadt Nordhorn

Vor dem Nordhorner Rathaus trafen sich (von links) Maarten Scholtens (Gemeinde Dinkelland), Dinkellands Bürgermeister John Joosten, Jette Dierselhuis (Brandweer Twente), Jörg Buse und Matthias Rode (Feuerwehr Nordhorn), Dave de Leeuw (Brandweer Twente), Stephan Semper (Stadt Nordhorn) und Nordhorns Bürgermeister Thomas Berling. Foto: Stadt Nordhorn

Nordhorn Kürzlich trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Feuerwehren und Verwaltungen aus Nordhorn und der niederländischen Nachbargemeinde Dinkelland im Nordhorner Rathaus. In dem Gespräch ging es um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei Feuerwehreinsätzen. Diese soll auch in Zukunft fortgesetzt werden. Im Jahr 2014 wurde die aktuelle Vereinbarung zu grenzüberschreitenden Feuerwehreinsätzen zwischen der Stadt Nordhorn und der „Sicherheitsregion Twente“ unterzeichnet, zu der auch die Gemeinde Dinkelland gehört. Im Kern besagt die Vereinbarung, dass die Staatsgrenze im Hinblick auf den Brandschutz keine Rolle spielt. Bei Bränden und anderen Ereignissen im Grenzgebiet wird die jeweils nächstgelegene Feuerwache als erstes alarmiert, egal auf welcher Seite der Grenze sich diese befindet. Dadurch können die Einsatzorte schneller erreicht und wertvolle Minuten gespart werden.

Diese Vereinbarung hat sich nach Ansicht aller Teilnehmenden bewährt und soll daher auch weiterhin Bestand haben. Allerdings müssen die Zuschnitte der Einsatzgebiete aktualisiert werden, in denen die jeweils andere Wehr alarmiert wird. Gründe dafür sind die Errichtung der neuen Wache Süd in Nordhorn sowie weitere Vereinbarungen der Sicherheitsregion Twente mit anderen Grenzkommunen. Die Vereinbarung mit Nordhorn wird daher redaktionell angepasst.

Ein weiteres Thema des Gesprächs war die zunehmende Wahrscheinlichkeit von Wald- und Vegetationsbränden aufgrund des fortschreitenden Klimawandels. Die Region Twente verfügt bereits über mehrere Löschfahrzeuge, die speziell für Vegetationsbrände konzipiert sind, sowie über mehrere Groß-Tanklöschfahrzeuge mit 16.000 Liter Wasser an Bord. Diese könnten auch bei Bränden in Nordhorn zum Einsatz kommen. Um eine reibungslose Zusammenarbeit im Ernstfall sicherzustellen, ist bereits eine gemeinsame Übung der Feuerwehren beiderseits der Grenze geplant. Auch im Bereich der Jugendfeuerwehren soll die Zusammenarbeit intensiviert werden. Im Mai dieses Jahres wurde an der Wache Süd eine neue Jugendfeuerwehr gegründet. In Kürze soll ein Treffen mit der niederländischen Jugendfeuerwehr stattfinden, um sich gegenseitig kennenzulernen und auszutauschen.