04.01.2021, 13:25 Uhr

Falsche Polizisten: Verdächtige in Bad Bentheim festgenommen

Drei Männer, die sich am Telefon als Polizisten ausgegeben haben sollen, sind der Polizei ins Netz gegangen. Symbolfoto: J. Lüken

Drei Männer, die sich am Telefon als Polizisten ausgegeben haben sollen, sind der Polizei ins Netz gegangen. Symbolfoto: J. Lüken

Bad Bentheim Wie die Polizei am Montag mitteilt, konnten drei Verdächtige festgenommen werden, die sich in der vergangenen Woche in Bad Bentheim telefonisch als Polizisten ausgegeben haben sollen. Nach Angaben der Polizei haben die Täter versucht, mit dem Anruf bei einer 89-Jährigen Geld zu erbeuten. „Die Täter gaben sich als Polizisten aus. Sie suggerierten der Frau, dass aufgrund eines bevorstehenden Einbruchs ihr Geld nicht mehr sicher sei“, heißt es im Polizeibericht. Durch eine geschickte Gesprächsführung hätten sie die Frau dazu gebracht, ihre EC-Karte an einen vermeintlichen Polizeibeamten zu übergeben. „Bei der Übergabe erkannte die Dame den Betrug und alarmierte anschließend die Polizei.“ Vorher gelang es den Täter noch, mit der EC-Karte Geld in noch unbekannter Höhe zu erbeuten.

„Da sich die Täter weiteres Diebesgut erhofften, hielten sie den telefonischen Kontakt zu der Seniorin aufrecht. Dank der intensiven Mithilfe der Frau wurde ein weiteres Treffen mit den Tätern vereinbart. Dabei konnten drei Männer durch die Polizeikräfte aus Bad Bentheim, Nordhorn, Lingen und dem benachbarten Steinfurt vorläufig festgenommen werden“, berichtet die Polizei. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Osnabrück sind zwei der drei Täter am Mittwoch dem Haftrichter in Nordhorn vorgeführt worden und befinden sich nun in Haft.

Die Polizei weist darauf hin, dass sie „am Telefon niemals Fragen zu Vermögenswerten stellen oder um Geldbeträge bitten“ würde und rät: „Geben Sie in Telefonaten keinesfalls Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis, lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und beenden Sie im Zweifel das Gespräch. Übergeben Sie in keinem Fall Geld oder andere Vermögenswerte an unbekannte Personen. Warnen Sie ältere Mitmenschen vor dieser Betrugsmasche.“

Weitere Informationen gibt es auf www.polizei-beratung.de.

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