15.01.2021, 15:33 Uhr

Evangelische Erwachsenenbildung legt neues Programm vor

Silvia van den Berg, Geschäftsführerin der Evangelischen Erwachsenenbildung, musste ein neues  Schulungsprogramm zur digitalen Praxis in der Erwachsenenbildung erstellen. Foto: EEB

Silvia van den Berg, Geschäftsführerin der Evangelischen Erwachsenenbildung, musste ein neues Schulungsprogramm zur digitalen Praxis in der Erwachsenenbildung erstellen. Foto: EEB

Nordhorn „An einer Pandemie ist nichts, aber auch gar nichts Gutes. Aber es hilft ja nichts. Wir brauchten neue Lösungen“, sagt Silvia van den Berg, die Geschäftsführerin der Evangelischen Erwachsenenbildung (EEB) Emsland/Bentheim, zum Thema der Corona-Krise und deren Auswirkungen für ihre Arbeit.

Die EEB Emsland/Bentheim war bis zum März 2020 fast durchgehend mit analogen Angeboten vertreten. „Durch die Corona-Krise mussten wir uns umorientieren und haben, wie es sich für eine Bildungseinrichtung gehört, viel gelernt“, berichtet Silvia van den Berg.

Zuerst wurden Teile eines Pflegehelferkurses in digitaler Form angeboten, dann kamen die Sprachkurse dazu. Im Sommer hat dann die erste Blended-Learning-Ausbildung zur Fachkraft für „MALIBU (Eltern-Kind-Angebot)“ stattgefunden. Das Team selbst, die Honorarmitarbeiter und allen voran Silvia van den Berg haben viele Fortbildung besucht. Neben unzähligen kleinen Lehreinheiten hat sie auch eine Ausbildung zur Live Online-Trainerin absolviert. Seit September studiert sie an der Uni Essen/Duisburg Educational Media | Bildung & Medien mit dem Schwerpunkt E-Learning-Entwicklung. Im vergangenen Jahr wurde sie beauftragt, ein internes Schulungsprogramm zur digitalen Praxis in der Erwachsenenbildung für die Kollegen und Kolleginnen in der EEB Niedersachsen zu entwickeln. Jetzt ist ein erweitertes Fortbildungsprogramm zu diesem Thema neu aufgelegt worden und steht allen Interessierten frei.

Das hohe Interesse zum Beispiel an digitalen Familienbildungsangeboten zeigt nach Angaben der Geschäftsführerin, dass vielen Familien Kontakt und Austausch fehle. „Mit unseren kostenfreien digitalen MALIBU-Angeboten für Familien im ersten Lebensjahr wollen wir informieren, beraten, unterstützen und den Austausch ermöglichen“, erläutert Silvia van den Berg. „Unser Ziel ist es, dass alle Menschen in allen Lebenslagen aktiv an der Gesellschaft teilnehmen können. Dazu benötigen alle Menschen digitale Fähigkeiten. Gerade hier auf dem Land und insbesondere in Pandemiezeiten leisten diese Angebote einen Beitrag zu mehr Lebensqualität, aber auch zur Bildungsgerechtigkeit“, sagt die Geschäftsführerin abschließend, die vom Vorstand der EEB Emsland/Bentheim mit seinem Vorsitzenden Simon de Vries unterstützt wird.

Nähere Informationen: www.eeb-nordhorn.de

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