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08.02.2019, 07:46 Uhr

Erster deutscher Film im Berlinale-Rennen

Jetzt läuft das Festival erst richtig an: Drei Wettbewerbsfilme sind an diesem Freitag zu sehen. Darunter ein deutscher Film - und ein Drama von François Ozon, das für Debatten Sorgen könnte.

Erster deutscher Film im Berlinale-Rennen

„Systemsprenger“ von Nora Fingscheidt gehört zu den Wettbewerbsfilmen der Berlinale. Foto: Peter Hartwig/kineo/Weydemann Bros./Yunus Roy Imer/Berlinale

dpa Berlin Bei der Berlinale geht an diesem Freitag der erste deutsche Film in den Wettbewerb um die Hauptpreise des Festivals.

Die Regisseurin Nora Fingscheidt erzählt in dem Drama „Systemsprenger“ die Geschichte einer Neunjährigen, die durch die Raster der Kinder- und Jugendhilfe fällt. Es ist Fingscheidts Spielfilmdebüt.

Ebenfalls im Wettbewerb stellt der französische Regisseur François Ozon („8 Frauen“) sein neues Werk vor. In „Grâce à dieu (By the Grace of God)“ widmet er sich Missbrauch in der Kirche. Festivalleiter Dieter Kosslick hatte schon vorab von einem „grandiosen Film“ gesprochen, der ihn geschockt habe.

Aus der Mongolei kommt der Film „Öndög“ von Wang Quan'an. Die Berlinale verspricht dabei eine „Geschichte voller komischer Momente und überraschender Wendungen“.

Hollywoodstar Casey Affleck, der vor zwei Jahren für seine Rolle in dem Drama „Manchester by the Sea“ einen Oscar gewann, ist ebenfalls auf der Leinwand zu sehen: „Light of My Life“ läuft in der Nebenreihe Panorama; bei dem Drama führte der 43-Jährige auch Regie.

Die Berlinale war am Vorabend eröffnet worden. Viele prominente Gäste würdigten die Arbeit von Kosslick, der das Festival zum letzten Mal leitet. Das schönste Kompliment komme aus den langen Reihen derer, die stundenlang vor den Ticketschaltern anstünden, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU).

Die Gala wurde gewohnt unterhaltsam von der Schauspielerin und Komikerin Anke Engelke moderiert. Mit ihrem bekannten Kauderwelsch aus Deutsch und Englisch amüsierte sie die Premierengäste wie Iris Berben, Andie MacDowell und Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD). Mit Max Raabe sang Engelke auch ein Ständchen für Kosslick.

Nach der Gala wurde die Tragikomödie „The Kindness of Strangers“ von der dänischen Regisseurin Lone Scherfig gezeigt. Der Film ist einer von 17, die ins Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären gehen. Die Preise werden am Ende des Festivals vergeben. Bis zum 17. Februar laufen insgesamt rund 400 Filme in Berlin.