05.11.2020, 13:51 Uhr

Erste Grafschafter Babylotsin im Einsatz

Freuen sich über den Projektstart (von links): Helga Freudlieb-Stueve, Dr. Jörg Langlitz, Dr. Annegret Hölscher, Babylotsin Hilke Böttick, Gertrud Grewe, Dr. Markus Jansen und Kreisrätin Gunda Gülker-Alsmeier. Foto: Westdörp

Freuen sich über den Projektstart (von links): Helga Freudlieb-Stueve, Dr. Jörg Langlitz, Dr. Annegret Hölscher, Babylotsin Hilke Böttick, Gertrud Grewe, Dr. Markus Jansen und Kreisrätin Gunda Gülker-Alsmeier. Foto: Westdörp

Nordhorn Unter dem Titel „Grafschafter Babylotsen – Frühe Hilfen für Eltern“ ist vor Kurzem an der Euregio-Klinik in Kooperation mit dem Landkreis Grafschaft Bentheim ein innovatives Projekt gestartet. Mit Hilke Böttick ist die erste Babylotsin im Einsatz, um jungen Müttern und Vätern und werdenden Eltern beratend zur Seite zu stehen. Das Angebot wird unter anderem durch das Land Niedersachsen und die Krankenkassen auf Antrag der Gesundheitsregion Grafschaft Bentheim mit 80.000 Euro gefördert.

Das Projekt „Babylotsen“ ist ein bundesweit verbreitetes Präventionsprogramm und wurde von der Stiftung „Familienorientierte Nachsorge Hamburg SeeYou“ initiiert. „Es geht darum, den werdenden oder frischgebackenen Eltern Hilfestellung zu bieten. Denn nicht nur rund um die Geburt gibt es viele Fragen, zum Beispiel zum Finden einer Hebamme, sondern auch im Falle von Erkrankungen des Neugeborenen zu medizinischen Themen“, erläutert Dr. Annegret Hölscher vom Gesundheitsamt des Landkreises. Unterstützung finden Mütter und Väter aber auch bei der Antragstellung des Elterngelds. „Insbesondere zugewanderte Menschen stehen als junge Eltern oft aufgrund von Sprachschwierigkeiten vor scheinbar unüberwindbaren Hürden. Hier kann Hilke Böttick mit ihrer langen Berufserfahrung helfen“, führt Hölscher weiter aus. Die 45-jährige Hilke Böttick war bis zu ihrem Start als Babylotsin auf der Früh- und Neugeborenen-Station der Euregio-Klinik im Dienst und kann bei ihrer Tätigkeit auf ein umfangreiches Hilfsnetzwerk in der Grafschaft zurückgreifen. „Schließlich hatte das „Netzwerk Frühe Hilfen“ das neue Angebot zusammen mit Partnern mitangestoßen“, so Hölscher weiter.

Wichtig ist den Projektverantwortlichen, dass das Angebot kein bestehendes Angebot ersetzt, sondern es sinnvoll ergänzt. So kann die Babylotsin nach einem klärenden Gespräch und Abfrage des Hilfe-Bedarfs schnell und unbürokratisch an die jeweilige passende Stelle weitervermitteln. Das Angebot ist freiwillig, kostenlos und vertraulich.

Weitere Informationen erteilt Hilke Böttick montags bis mittwochs von 8 bis 12 Uhr sowie donnerstags von 8 bis 16.30 Uhr in der Euregio-Klinik, Albert-Schweitzer-Straße 10, unter Telefon 05921 844336 oder per E-Mail an hilke.boettick@euregio-klinik.de.

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