27.03.2021, 11:40 Uhr

Emsland/Grafschaft Bentheim - Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2020- Aufklärungsquote

Emsland/Grafschaft Bentheim - Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2020- Aufklärungsquote

Lingen (ots) Emsland/Grafschaft Bentheim - Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2020- Aufklärungsquote erneut auf hohem Niveau, Gewalt gegen Polizeibeamte abermals Thema Am Freitag wurde in einem digitalen Rahmen die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2020 vorgestellt. Die Leiterin der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim Nicola Simon und der stellvertretende Leiter des Zentralen Kriminaldienstes Andreas Herbers zeigten sich dabei hoch erfreut über den andauernden Aufwärtstrend der Aufklärungsquote. Diese liegt abermals deutlich über dem Landestrend und weist mit 67,50 Prozent eine Steigerung von 3,02 Prozent auf. Die Anzahl der bekannt gewordenen Straftaten sank in beiden Landkreisen auf ein Zehnjahrestief. "Das vergangene Jahr hat uns durch die fortdauernde Corona Pandemie als Bürgerinnen und Bürger, aber auch als Polizei vor große Herausforderungen gestellt. Die polizeilichen Aufgabenfelder haben sich zum Teil verschoben. Die herausragende Aufklärungsquote und die sinkende Straftatenentwicklung in unserer Inspektion zeigen uns nichts desto trotz, wir sind auf einem guten Weg" bilanzierte die Leitende Polizeidirektorin. "Dennoch gibt es Aufgabenfelder, denen wir auch zukünftig besondere Aufmerksamkeit zu Teil kommen lassen müssen. Dabei sind wir froh an vielen Stellen mit unterschiedlichen Kooperationspartnern eng zusammenarbeiten zu können", so Simon weiter. Häusliche Gewalt Die bekannt gewordenen Fälle im Deliktsbereich der Häuslichen Gewalt haben im vergangenen Jahr um 22,01 Prozent deutlich zugenommen. Waren es in 2019 noch 1027 angezeigte Fälle, verzeichnete die Inspektion im vergangenen Jahr 1253 Fälle. Dieser Anstieg ist innerhalb der Inspektion regional sehr unterschiedlich. Dabei gaben die Opfer an, dass nicht ausschließlich die Folgen der Pandemie eine Rolle spielten. Vielmehr waren es bereits zuvor existente innerfamiliäre Probleme die zu den Taten führten. Die Präventionsarbeit nimmt an dieser Stelle einen besonders hohen Stellenwert ein. Eine enge Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Kooperationspartnern, wie Beratungsstellen, Schulen und dem Arbeitskreis Häusliche Gewalt ist unerlässlich, um dieses Phänomen auch weiter in die Öffentlichkeit zu rücken. Immer in der Hoffnung, dass betroffene Opfer den Gang zu den Beratungsstellen oder der Polizei wagen. Straftaten zum Nachteil älterer Menschen Auch im vergangenen Jahr ist es zu einer Vielzahl von sogenannten Schockanrufen gekommen. Die perfiden Betrugsmaschen der falschen Polizeibeamten oder des Enkeltricks brachten erneut einige Senioren um ihr Erspartes. Wenn auch eine erhebliche Anzahl dieser Anrufe im Versuchsstadium stecken blieben, ergaunerten die Täter mehr als 220.000 Euro. Hier sind eine unerlässliche Präventionsarbeit und die Sensibilisierung von Familien und Freunden notwendig, um die Ältesten unserer Gesellschaft vor den perfiden Machenschaften dieser Banden zu schützen. Die Inspektion steht dabei mit anderen Institutionen im engen Kontakt, um diesem Phänomen entgegenzutreten, erläuterten Simon und Herbers.

Original-Pressemitteilung der Polizei; übermittelt durch news aktuell.

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