21.07.2021, 12:30 Uhr

Emlichheim fördert Anpflanzung von Bäumen und Blühflächen

Inga Müller von der Bauverwaltung der Gemeinde Emlichheim ist Ansprechpartnerin für Gartenbesitzer, die das neue Förderprogramm in Anspruch nehmen wollen. Foto: Samtgemeinde Emlichheim

Inga Müller von der Bauverwaltung der Gemeinde Emlichheim ist Ansprechpartnerin für Gartenbesitzer, die das neue Förderprogramm in Anspruch nehmen wollen. Foto: Samtgemeinde Emlichheim

Emlichheim Zur Umsetzung von Umwelt- und Klimaschutzzielen möchte die Gemeinde Emlichheim Bürger und Grundstücksbesitzer animieren, ihre heimischen Gärten insektenfreundlich zu gestalten. Im Rahmen eines Pilotprojektes wurde Anfang Juli ein Förderprogramm auf den Weg gebracht, mit dem die Gemeinde jährlich 7500 Euro zur Verfügung stellt. Privatleute, die in ihren Gärten Obst- und Laubbäume anpflanzen oder Blühflächen anlegen, können eine finanzielle Förderung in Höhe von 50 Prozent der Anschaffungskosten für Bäume und Saatgut in Anspruch nehmen.

Gärten insektenfreundlich gestalten

„Wir wollen die Gemeinde etwas klima- und umweltfreundlicher gestalten“, berichtet Gemeindedirektorin Daniela Kösters von den Zielsetzungen des Projekts. Mit der Anlage von Blühstreifen und Beeten mit insektenfreundlichen Stauden auf öffentlichen Grundstücksstreifen hatte die Gemeinde vor einiger Zeit bereits einen Anfang gemacht. Ende Juni hatte der Emlichheimer Verwaltungsausschuss dann den Weg frei gemacht für die neue Förderrichtlinie. Auf Initiative der CDU-Fraktion wurde im Rahmen eines Pilotprojekts ein finanzieller Anreiz für die Bürger der Samtgemeinde geschaffen, im eigenen Garten Laub- oder Obstbäume anzupflanzen und insektenfreundliche Blühflächen anzulegen.

Zuschüsse für förderfähige Sorten

Die Förderrichtlinie der Gemeinde Emlichheim ist bereits am 1. Juli in Kraft getreten. Die Geltungsdauer ist zunächst auf zwei Jahre, also bis zum 30. Juni 2023, befristet. Die finanzielle Förderung beträgt 50 Prozent der Anschaffungskosten für Bäume beziehungsweise für das zur Anlage von Blühflächen verwendete Saatgut. Für Bäume ist der Zuschuss auf 100 Euro je Baum begrenzt, die maximale Förderung je Grundstück und Jahr beträgt 200 Euro. „Aufgrund der Budgetdeckelung erfolgt die Vergabe im ,Windhundverfahren‘“, erklärt Inga Müller von der Bauverwaltung. Die Mittel aus dem Fördertopf werden also nach der zeitlichen Reihenfolge der Antragstellung vergeben. Hinsichtlich der Richtlinie zur Gewährung der Förderung macht Inga Müller darauf aufmerksam, dass nur die Kosten für Obst- und Laubbäume bezuschusst werden, die in einer beigefügten Sortenliste als förderfähige Arten aufgeführt sind. Für Blühflächen wird ausschließlich zertifiziertes regionales Saatgut wie zum Beispiel die Sorte „Blumenwiese“ der Firma Rieger-Hofmann oder „Feldraine und Säume“ der Firma Saaten Zeller gefördert.

Den Anträgen auf Auszahlung des Förderbetrages sind die entsprechenden Kaufbelege beizufügen. „Anträge mit einem Förderanspruch unter 20 Euro können jedoch nicht berücksichtigt werden“, teilt die Gemeinde Emlichheim mit.

Die Förderrichtlinie inklusive der Obst- und Laubbaumliste kann auf der Homepage der Samtgemeinde Emlichheim heruntergeladen werden.