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31.03.2020, 13:16 Uhr

Einkaufsservice neues ehrenamtliches Malteser-Projekt

Unter dem Motto „Not macht erfinderisch“ haben die Malteser Hilfsdienste den mobilen Einkaufswagen für Senioren zum Einkaufsservice umfunktioniert. Es werden noch Freiwillige gesucht.

Malteser-Einkaufsdienst für Risikogruppen. Foto: Malteser

Malteser-Einkaufsdienst für Risikogruppen. Foto: Malteser

Osnabrück Wie können wir trotz Covid-19 den Menschen, die wir betreuen, weiterhelfen? Diese Frage stellen sich immer mehr ehrenamtliche Helfer des Malteser Hilfsdienstes. Aufgrund der aktuellen Lage sind Projekte der sozialen und gesellschaftlichen Teilhabe nicht mehr möglich. Der mobile Einkaufswagen, der es Senioren regelmäßig ermöglicht, in geselliger Runde einkaufen zu gehen und im Anschluss gemeinsam Kaffee zu trinken, wurde daher zum Einkaufsservice umfunktioniert.

„Angesichts des sich schnell ausbreitenden Corona-Virus (Covid-19) sehen wir uns in der Pflicht, diese Menschen trotz aller Einschränkungen, was soziale Kontakte anbelangt, besonders zu unterstützen“, erklärt der Präsident der Malteser Deutschland, Georg Khevenhüller. Der „Einkaufsservice“ ist hierbei eine passende Antwort auf die neue Herausforderung. Das Projekt richtet, für die Dauer der Covid-19-Situation, sein Angebot an Menschen, die bisher mit dem mobilen Einkaufswagen, in den Besuchsdiensten oder Demenzdiensten begleitet wurden, oder die aufgrund von Erkrankungen zur Risikogruppe gehören, beziehungsweise unter Quarantäne stehen und sonst niemand für Erledigun-gen haben. Die Ehrenamtlichen erledigen für die Betroffenen die Einkäufe der Grundversorgung – Lebensmittel, Hygieneartikel und Tierbedarf. Auch das Besorgen von Medikamenten, gegebenenfalls inklusive Abholung des Rezeptes aus einer Arztpraxis gehören zu den neuen Tätigkeitsfeldern.

Der Einkaufsservice ist kostenfrei. Hinsichtlich des Ablaufs wird jeder direkte Kontakt nach Möglichkeit vermieden und auf die Einhaltung der Abstandsregeln geachtet. Eine Koordinierungsstelle nimmt telefonisch die Adresse, „den Einkaufszettel“ der betreuten Personen entgegen, für die die Ehrenamtlichen gesammelt Einkaufen gehen und eine Tour abfahren. Sie übergeben die Produkte entsprechend dem Einkaufszettel an der Haustüre. Die Begleichung der Einkäufe erfolgt in der Regel über Bargeld. Alle Ehrenamtlichen, die direkten Kontakt zu Bedürftigen haben, werden dafür mit Einmalhandschuhen und Desinfektionsmitteln versorgt. Im Rahmen des Infektionsschutzes werden die Leitlinien des Robert-Koch-Instituts und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung befolgt.

Bereits an 11 verschiedenen Standorten (Sögel, Papenburg, Nordhorn, Bockhorst, Osnabrück, Twistringen, Diepholz, Dörpen/Neudersum, Alfhausen, Bad Laer und Bramsche-Engter) verteilt über das gesamte Gebiet der Diözese Osnabrück sind Ehrenamtliche im Bereich Einkaufsservice tätig. Wer sich als ehrenamtliche Helfer engagieren möchte, den Einkaufsservice in Anspruch nehmen möchte oder einfach telefonisch Trost und Zuversicht sucht, kann sich direkt an ihre Malteser vor Ort wenden. Weitere Informationen erfolgen auch über das Referat soziales Ehrenamt per E-Mail an Stephanie Tewes-Ahrnsen, stephanie.tewes-ahrnsen@malteser.org.

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