31.08.2019, 10:00 Uhr

Ein Nachmittag mit Nordhorner Künstlern

Bereits zum zweiten Mal nach 2018 fand unter dem Titel „Vechte, Verse, Violinen“ ein unterhaltsamer Nachmittag in der Alten Weberei statt.

 „Vechte, Verse, Violinen“ begeisterte das Publikum.  Foto: Stadt Nordhorn

© Jörg Preukschat

„Vechte, Verse, Violinen“ begeisterte das Publikum. Foto: Stadt Nordhorn

Neben bekannten Künstlern der Stadt präsentierten sich auch äußerst talentierte Newcomerinnen in der Alten Weberei. Deren Zuschauerraum hatte das Team des Hauses in einen amerikanischen Music-Club verwandelt. Initiiert hatte die Veranstaltung der Seniorenbeirat mit aktiver Unterstützung der Abteilung Jugendarbeit der Stadt Nordhorn, gesponsert von GEWO und nvb.

In der kuscheligen Club-Atmosphäre machten die „Nordhorn Ladies“ den Auftakt: Ein klassisches Streichquartett, hervorgegangen aus der Musikschule der Stadt Nordhorn, betreut von Anne Buijs. Sie lieferten eine beeindruckende Demonstration ihres Könnens ab. Schon im vergangenen Jahr waren die vier jungen Damen ein echtes Highlight der Veranstaltung. Nun stellten sie eindrucksvoll unter Beweis, dass sie sich nicht nur musikalisch weiterentwickelt haben, sondern auch an Bühnenpräsenz enorm gewinnen konnten.

Gewohnt sicher und mit spürbarem Engagement führte Moderator Martin Liening durch das Programm. In seinem Eingangsstatement betonte Liening, dass der anstehende musikalische Nachmittag den Anspruch erhebe, gleichermaßen Jung und Alt zu erreichen. Seine humorvollen Textbeiträge, sein musikalisches Fachwissen und viel Empathie für die auftretenden Künstlerinnen und Künstler trugen erheblich dazu bei, von Beginn an eine positive Stimmung im gutbesetzten Parkett zu erzeugen.

So konnte er nach dem Klassikprogramm der Nordhorn Ladies problemlos zum Auftritt von Harp Mitch (Mundharmonika / Gesang) und Helmut Jacobs (Gitarre) überleiten. Diese fesselten das Publikum auf Anhieb mit ihren eindringlichen und gefühlvollen Bluesnummern. Durch ihre spezielle Bühnendekoration verstärkten Mitch und Jacobs die gefühlte Clubsituation im Zuschauerraum. Das Publikum spendete reichlich Szenenapplaus und belohnte die zwei Ausnahmekünstler für ihre Beiträge mit lang anhaltendem Beifall.

Nach den zwei vorangegangenen musikalischen Schwergewichten präsentierte Hanna Schots, sich selbst am Klavier begleitend, eine eigene Komposition. Sie traf mit ihrer gefühlvollen Ballade offenbar genau den Geschmack des Publikums. Donnernder Applaus und Bravo-Rufe begleiteten sie in den Beginn ihres zweiten Beitrags: Einer Interpretation von „Barfuß am Klavier“, dem bekannten Song der Gruppe AnnenMayKantereit. Vom begeisterten Publikum wurde Hanna Schots mit Beifall in die Konzertpause geleitet.

Anschließend nutze Jessi Duhn - begleitet am Klavier von Tom Wolf - ihre Chance, das Publikum zu begeistern. Ähnlich wie zuvor bei Schots nahm das Publikum sie buchstäblich in die Arme. Ihre beiden gekonnt vorgetragenen Beiträge fanden den ungeteilten Beifall der Besucher*innen.

Tom Wolf erheiterte mit einer lustigen Instrumentalversion von „Alle meine Entchen“ das mittlerweile in Partylaune befindliche Publikum. Dann betrat Chananja Schulz die Bühne; mit einer unglaublich fetzigen Version des Uralthits von Tom Jones „It´s not unusuall“ startete sie ihre Performance. Bei „Stand by me“ von Ben E. King, begab sie sich hinunter ins Publikum und holte sich gesangliche Unterstützung von ihrer Mutter. So wurde für alle sicht- und hörbar, woher das Talent der begabten Tochter stammt.

Auch Moderator Liening blieb nicht verschont: Er wurde von Schulz zu einem Tänzchen gebeten. Sehr zur Freude des Publikums, das diesen spontanen Programmpunkt überaus genoss. Es muss erwähnt werden, das sich der Moderator dieser Aufgabe couragiert stellte und sie souverän absolvierte. Schulz bezog bei weiteren Darbietungen das Publikum immer wieder mit ein. So schaffte sie es, dass sich immer mehr von ihren Sitzen erhoben und mit rhythmischen Bewegungen die Songs begleiteten.

Bevor der Hauptact des Abends die Bühne verlassen konnte, übernahm noch einmal Martin Liening die Regie: Unter dem aufkommenden Jubel des Publikums betraten noch einmal alle Beteiligten die Bühne zu einem gemeinsamen Abschlusslied. Nach diesem Erfolgreichen Abend hat „Vechte, Verse, Violinen“ gute Aussichten auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr.