04.05.2021, 12:40 Uhr

Eichenprozessionsspinner: „Nordhorn ist vorbereitet“

Die Stadt Nordhorn sieht sich für die bevorstehende Raupen-Saison der Eichenprozessionsspinner gut gewappnet. Foto: Hille

Die Stadt Nordhorn sieht sich für die bevorstehende Raupen-Saison der Eichenprozessionsspinner gut gewappnet. Foto: Hille

Nordhorn Überall im Stadtgebiet werden voraussichtlich ab Mitte Mai wieder die Raupen des Eichenprozessionsspinners an Eichenbäumen sichtbar werden. „Die Bekämpfungsstrategie der Nordhorner Stadtverwaltung steht bereits“, heißt es in einem Schreiben an die GN. Nach der Verpuppung der Raupen, voraussichtlich Mitte Juni, sollen die Nester von Fachfirmen abgesaugt werden.

Problematisch sind insbesondere die feinen Brandhärchen, die auch über den Wind verteilt werden können. Die Raupen werden sie erst in einigen Wochen im dritten Larvenstadium entwickeln. Diese Brandhärchen können bei manchen Menschen zu allergischen Reaktionen wie Hautirritationen oder Atembeschwerden führen. „Die Stadt Nordhorn setzt daher weiterhin vorrangig auf das Absaugen der Nester und Raupen als wirkungsvollste Maßnahme zum Schutz der Bevölkerung“, informieren die Stadtverantwortlichen. Darüber sollen durch ökologische Maßnahmen wie die Anlage spezieller Grünflächen die natürlichen Fressfeinde der Raupen gestärkt werden.

Absaugen durch Fachunternehmen

Für die Absaugmaßnahmen an öffentlichen Bäumen hat die Stadtverwaltung bereits entsprechende Fachunternehmen unter Vertrag genommen. „Fünf Absaugteams stehen kurzfristig zur Verfügung. Auf Basis der Erfahrungen der Vorjahre wurde das Stadtgebiet erneut in fünf Absaugbezirke aufgeteilt, in denen gleichzeitig gearbeitet werden kann. Am effizientesten können die Absaugmaßnahmen nach der Verpuppung durchgeführt werden, wenn sich alle Raupen in den Nestern befinden“, informiert die Stadt Nordhorn.

Standorte werden priorisiert

Die Reihenfolge der Absaugmaßnahmen ergibt sich aus den vier Kategorien, die im gesamten Landkreis Grafschaft Bentheim angewendet werden. Die Kategorisierung richtet sich vor allem danach, wie stark ein öffentlicher Standort von der Bevölkerung genutzt wird. Standorte der Kategorie 1 sind stark frequentierte öffentliche Bereiche wie zum Beispiel Schulen und Kindergärten. Sie haben die höchste Priorität und werden zuerst abgesaugt. Danach folgen die weniger stark frequentierten Standorte der Kategorien 2 und 3. An Standorten der Kategorie 4 werden keine Absaugmaßnahmen durchgeführt. Eine Liste der kategorisierten Standorte und weitere Informationen stellt die Stadt Nordhorn auf ihrer Internetseite zur Verfügung.

Keine Meldung erforderlich

„In den vergangenen zwei Jahren war praktisch jeder Eichenbaum in Nordhorn von den Eichenprozessionsspinnern befallen“, erklärt ein Sprecher der Stadt. Darum ist es inzwischen nicht mehr notwendig, der Stadt Nordhorn die Sichtung von Raupen oder Nestern an öffentlichen Bäumen zu melden. „Alle in Frage kommenden Standorte wurden bereits in eine der vier Kategorien eingeteilt und entsprechend priorisiert.“ An privaten Bäumen darf und wird die Stadt Nordhorn nicht tätig werden. Sie empfiehlt allen Eichenbaumbesitzern, bei einem Raupenbefall ein Fachunternehmen mit der Entfernung zu beauftragen.

Für weitere Fragen hat die Stadt ein Bürgertelefon eingerichtet, das unter 05921 878-777 von montags bis donnerstags, jeweils von 7.30 bis 16 Uhr sowie freitags von 7.30 bis 12.30 Uhr erreichbar ist.

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