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22.05.2020, 10:55 Uhr

EGN-Schüler gewinnen Preis bei Geschichtswettbewerb

Moritz Beier, Benno Reichel und Malte Rottstock setzten sich mit dem Thema „Umbruchzeiten. Deutschland im Wandel seit der Einheit“ auseinander. Die Nordhorner reichten einen eigenen Filmbeitrag ein. Die genaue Platzierung wird im Juni bekannt gegeben.

Moritz Beier, Malte Rottstock und Benno Reichel (von links) gehören beim bundesweiten Geschichtswettbewerb zur deutschen Einheit zu den Preisträgern. Foto: privat

Moritz Beier, Malte Rottstock und Benno Reichel (von links) gehören beim bundesweiten Geschichtswettbewerb zur deutschen Einheit zu den Preisträgern. Foto: privat

Nordhorn Am bundesweiten Jugendwettbewerb „Umbruchszeiten. Deutschland im Wandel seit der Einheit“, der aus Anlass von 30 Jahren deutsche Einheit von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer ausgelobt wurde, haben 180 Gruppen mit fast 1300 Schülern aus 14 Bundesländern teilgenommen.

Zur Frage, wie sich der Umbruch seit dem Ende der deutschen Teilung auf ihre Region ausgewirkt hat, haben die Schülerinnen und Schüler zwischen 13 und 19 Jahren eigene Filme, Podcasts, Textbeiträge und Spiele entwickelt. Die siebenköpfige Jury aus Wissenschaft, Bildung, Medien und Politik hat sich die Auswahl nicht einfach gemacht: „Es war beeindruckend, wie viel Kreativität in die Beiträge eingeflossen ist, die durchweg eine hohe Qualität haben“, sagte Jurymitglied und Comiczeichner Mawil.

„Bemerkenswert war, wie viele Beiträge aus Regionen kamen, die, wie etwa Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen, nicht in unmittelbarer Nähe zur früheren innerdeutschen Grenze liegen. Erfreulicherweise wird also das Thema Transformation inzwischen zunehmend als ein gesamtdeutsches aufgefasst“, sagte Jurymitglied Professorin Christina Morina von der Universität Bielefeld.

Erfreulich für die Region: Zu den 35 Preisträgern zählen auch die Schüler Moritz Beier, Benno Reichel und Malte Rottstock, die die 11. Jahrgangsstufe des Evangelischen Gymnasiums Nordhorn besuchen. In ihrem Filmbeitrag mit dem Titel „Auf dem Papier vereint, entzweit im Leben?“ gehen sie in Interviews unterschiedlichen Perspektiven auf die vergangenen 30 Jahre nach und stellen fest, dass die Einheit vor allem noch immer ein Phase des Umbruchs ist, um zuletzt konkrete Vorschläge für eine fortschreitende Vernetzung zwischen Ost und West zu geben. Neben den Anregungen aus dem Geschichtsunterricht kamen die Jugendlichen auch durch eine Schulfahrt nach Berlin im vergangenem Jahr, bei der sie sich intensiv mit der Lebenswirklichkeit in der DDR beschäftigt haben, auf die Idee sich näher mit dem Thema zu beschäftigen.

Die genauen Platzierungen werden auf einer Preisverleihung am 23. Juni verkündet, die durch die geltenden Einschränkungen als Online-Veranstaltung stattfinden wird. Es winken Preisgelder von 500 bis 3000 Euro. Alle 35 ausgewählten Gruppenarbeiten sind ab sofort unter www.umbruchszeiten.de/projekte zu finden.

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