26.10.2020, 14:00 Uhr

EGN: Lehrer Elias Hoffmann mit Geschichtspreis ausgezeichnet

Freut sich über die Auszeichnung: Elias Hoffmann präsentiert den Geschichtspreis der Henning-von-Burgsdorff-Stiftung. Foto: privat

Freut sich über die Auszeichnung: Elias Hoffmann präsentiert den Geschichtspreis der Henning-von-Burgsdorff-Stiftung. Foto: privat

Nordhorn Seit fast einem Jahr arbeiten der Geschichtslehrer Elias Hoffmann sowie die Schüler Benno Reichel, Malte Rottstock und Moritz Beier aus der Jahrgangsstufe 12 des Evangelischen Gymnasiums Nordhorn (EGN) inzwischen gemeinsam an ihrem Projekt – stets nachmittags nach der Schule oder am Wochenende. Ging es zunächst allein darum, Erfahrungen im Rahmen eines Besuchs der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen in einem Filmbeitrag für den Jugendwettbewerb „Umbruchszeiten“ aufzuarbeiten, begannen die Schüler Hoffmann zufolge schon bald, die gegenwärtige Situation der Deutschen Einheit immer reflektierter zu erörtern. Schließlich entwickelten sie selbst Vorschläge für ein weiteres Zusammenwachsen von Ost und West – und wie sie realisiert werden können. „Aktuell befinden sich die Schüler in der Planung eines Schüleraustausches mit dem Evangelischen Gymnasium Mylau im Vogtland, sodass ihr Projekt noch lange nicht abgeschlossen ist“, erklärt Hoffmann.

Elias Hoffmann wurde nun als betreuende Lehrkraft für sein Engagement von der Henning-von-Burgsdorff-Stiftung, die mit dem Niedersächsischen Geschichtslehrerverband kooperiert, mit dem Jahrespreis 2020 ausgezeichnet. Ziel der Stiftung ist es, „Lehrerinnen und Lehrer des Faches Geschichte durch öffentliche Anerkennung ihrer Arbeit zu ehren und zu motivieren sowie bei der Finanzierung der dringend notwendigen fachlichen Fortbildung zu helfen“, wie es auf der Stiftungshomepage heißt.

In der Begründung des Vorsitzenden, Dr. Johannes Heinßen, zur Auszeichnung heißt es nach Informationen des EGN unter anderem, „dass das Geschichtsbewusstsein der drei Schüler durch das Projekt sinnvoll gefördert worden ist und sich im Rahmen der Projektarbeit moderne Geschichtsdidaktik von ihrer besten Seite gezeigt hat.“ Der geplante Austausch sei darüber hinaus dafür geeignet, die Relevanz historischer Bildung an allgemeinbildenden Schulen aufzuzeigen.

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