17.02.2021, 10:58 Uhr

DRK: Stabwechsel im Grafschafter Impfzentrum

Im Grafschafter Impfzentrum in Nordhorn hat das DRK bislang mit Ehrenamtlern gearbeitet. Jetzt übernehmen hauptamtliche Kräfte die Aufgaben. Foto: privat

Im Grafschafter Impfzentrum in Nordhorn hat das DRK bislang mit Ehrenamtlern gearbeitet. Jetzt übernehmen hauptamtliche Kräfte die Aufgaben. Foto: privat

Grafschaft Wie der Grafschafter Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mitteilt, setzt das Grafschafter Impfzentrum in Nordhorn seine Arbeit nach dem Aufbau durch ehrenamtliche Helfer nun mit hauptamtlichen Mitarbeitern fort. „36 hauptamtliche Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes sind hier derzeit im Auftrag des Landkreises Grafschaft Bentheim im Einsatz“, teilt das DRK mit. Insgesamt seien 38 volle Stellen für den Betrieb von zwei Impfstrecken und vier mobilen Impfteams vorgesehen. Durch die Beschäftigung von sehr vielen Teilzeitkräften werden insgesamt über 55 Mitarbeiter eingestellt.

Ziel: Impfungen massiv hochfahren

Am 11. Februar hat das Impfzentrum seine Arbeit aufgenommen. Nach DRK-Angaben haben am ersten Tag 82 Grafschafter ihre Impfung erhalten, am Tag darauf waren es 91 Personen. „Die Zahl der Impfungen soll noch auf maximal 160 pro Tag steigen“, erklärt Heinz Heetjans, der den Personaleinsatz des DRK koordiniert, mit Blick auf die erste Woche.

Schon in der nächsten Woche sei eine Verdopplung geplant, heißt es dazu aus der Kreisverwaltung. Beim Landkreis geht man außerdem davon aus, die Impfkapazitäten spätestens im März „massiv hochzufahren“. Das betreffe zum einen den Betrieb im Impfzentrum an der Paulstraße in Nordhorn, zum anderen aber auch die mobilen Impfteams. Bis zu diesem Mittwoch habe es in der Grafschaft insgesamt 4740 Erstimpfungen und 3300 Zweitimpfungen gegen Covid-19 gegeben.

Die organisatorische Leitung des Impfzentrums liegt in den Händen von Chris Pubanz und Sascha Lehky vom Landkreis. „Der Ablauf unterliegt strengsten Sicherheits- und Hygienebestimmungen. Wer das Impfzentrum betritt, muss sich zunächst die Hände desinfizieren und eine Fiebermessung vornehmen lassen. Unter allen Umständen soll verhindert werden, dass Corona-positive Impfkandidaten das Gebäudeinnere erreichen“, heißt es in der Pressemitteilung des DRK.

Straffe Organisation im Impfzentrum

Bevor die Injektion verabreicht wird, prüfen die Mitarbeiter die erforderlichen Unterlagen wie Impfpass und Einverständniserklärung. Außerdem wird die gesundheitliche Vorgeschichte der Impfwilligen erörtert, und es gibt ein verpflichtendes Arztgespräch. „Wer geimpft wurde, verbleibt anschließend noch für mindestens 15 Minuten zur Beobachtung im Wartebereich. Sollte es zu gesundheitlichen Komplikationen kommen, können bereitstehende Sanitäter umgehend eingreifen. Die Geimpften können das Zentrum dann über einen separaten Ausgang verlassen“, erklären die Verantwortlichen von DRK und Landkreis und fügen hinzu: „Wir freuen uns, dass alle Beteiligten mit großem Engagement bei der Sache sind.“

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Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Fassung dieses Textes hatte das DRK mitgeteilt, dass die Zahl der Impfungen „auf maximal 160 pro Tag steigen“ soll. Diese Angabe war missverständlich. Sie bezog sich auf den Stand in dieser Woche, nicht aber auf die künftig geplanten Impfkapazitäten, die nach Angaben des Landkreises noch „massiv hochgefahren“ werden sollen. Wir haben den Text hier ergänzt.

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