07.05.2021, 08:45 Uhr

DRK Nordhorn ehrt langjährige Blutspender

Jan Beernink hat bereits zum 125. Mal Blut gespendet. Foto: DRK

Jan Beernink hat bereits zum 125. Mal Blut gespendet. Foto: DRK

Nordhorn An der Blutspende hängen Leben. Blut ist nicht künstlich herstellbar und alle sieben Sekunden benötigt ein Mensch ein Blutpräparat. Allein in Deutschland benötigen wir deshalb täglich 15.000 Blutspender, ohne die viele Patienten keine Überlebenschance hätten. Mit 19 Prozent stehen Krebspatienten ganz oben auf der Bedarfsliste. Jeweils 16 Prozent der Spenden gehen an Patienten mit Herz- beziehungsweise Magen-/Darmkrankheiten. Menschen die nach Verletzungen im Haushalt, Straße, Sport oder Beruf Bluttransfusionen benötigen, machen 12 Prozent aus. Weiter Gebiete sind unter anderen Leber- und Nierenkrankheiten, Blutarmut, Geburten und Knochen-/Gelenkerkrankungen.

„Wir bedanken uns bei jedem einzelnen Blutspender für die Spende und die geretteten Leben“, sagt Arnold Colmer-Gosling vom DRK-Ortsverein Nordhorn. Der Nordhorner DRK-Ortsverein hat Renate Strelow und Jan Tonkes Odink für ihre 100. Blutspende sowie Jan Beernink und Manfred Janke für ihre 125. Spende geehrt. Alle vier erhielten eine Urkunde, ein Dankesschreiben sowie einen Nordhorn-Gutschein. „Wir hoffen, dass viele weitere Spenden folgen werden und wir die vier Jubilare auch in Zukunft zu unseren Spendeterminen begrüßen können“, so Colmer-Gosling weiter.

Wie geht das mit einer Blutspende?

Alleine in Nordhorn bietet das DRK jedes Jahr rund 15 Blutspendetermine an, weitere Termine finden in der gesamten Grafschaft statt. Nachdem sich künftige Blutspender mit ihrem Personalausweis am Empfang angemeldet haben bekommen sie einen Fragebogen ausgehändigt, in dem sie zirka 30 Fragen zu sich und ihrem Gesundheitszustand beantworten müssen. Im Anschluss findet durch einen Mitarbeiter des Blutspendedienstes eine erste Kurzuntersuchung statt, deren Ergebnisse gemeinsam mit den beantworteten Fragen durch den Arzt im Gespräch beurteilt werden. Wenn der Arzt nichts findet, dass gegen eine Blutspende spricht,erfolgt die Freigabe für eine Spende und die Blutspende von zirka 500 ml wird abgenommen. Danach könnendie Neuspender noch einen kurzen Moment verweilen, bekommen ein Lunchpaket und werden dann nach Hause entlassen.

Doch was passiert eigentlich mit dem Blut?

Nachdem die Blutspende in eines der DRK-Blutspendeinstitute verbracht wurde, werden dort im Labor die Proben darauf hin untersucht, ob sich darin bestimmte Krankheitserreger, zum Beispiel Hepatits, AIDS oder Syphillis befinden. Da Patienten nicht immer eine Vollblutspende benötigen, wird das Blut im Anschluss in drei Präparate (Erothrozyten-, Thrombozyten und Plasmapräarate) unterteilt, die je nach medizinischer Indikation das passende Präparat verabreicht werden. Somit kann mit einer Blutspende also bis zu drei Menschen geholfen werden.