20.11.2020, 11:59 Uhr

DRK-Kita „Bullerbü“ in Neuenhaus: Dächer ohne Richtfest

Die sechs kleinen Häuser der Kita „Bullerbü“ sind miteinander verbunden. Foto: privat

Die sechs kleinen Häuser der Kita „Bullerbü“ sind miteinander verbunden. Foto: privat

Neuenhaus Der Bau der neuen Kita „Bullerbü“ des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Neuenhauser Neubaugebiet „Thesingfeld“ geht mit großen Schritten voran und liegt nach Angaben der Bauherren exakt im Zeitplan. Die sechs kleinen Häuser sind bereits gut zu erkennen und bilden miteinander verbunden ein ringförmiges Ensemble. Auch die Satteldächer sind schon gerichtet und sollen in Kürze mit roten Tonziegeln gedeckt werden. Das für Oktober geplante Richtfest zu Ehren der Mitwirkenden musste aufgrund der Corona-Pandemie allerdings abgesagt werden. „Ich bin bisher sehr zufrieden mit den Leistungen und dem Zusammenspiel aller Beteiligten“, sagt der Nordhorner Architekt Jan Lindschulte, der als Generalplaner mit seinem Team für den Entwurf, die Werkplanung und die Bauüberwachung verantwortlich ist und lobt das Engagement und die Kollegialität aller am Bau Beteiligten. „Zuverlässige Firmen – nahezu alle aus der Grafschaft – sorgen dafür, dass der Baufortschritt planmäßig verläuft“, betont der Architekt. Er ist zuversichtlich, dass die Kita wie geplant im Sommer 2021 in Betrieb gehen kann.

Baupartner sind zufrieden

Auf dem fast 5000 Quadratmeter großen Grundstück an der Nordhorner Straße entsteht eine Einrichtung mit Betreuungsmöglichkeiten für mehr als 100 Kinder, aufgeteilt in drei Regelgruppen mit je 25 Plätzen und zwei Krippengruppen mit je 15 Plätzen. Mit der Fertigstellung soll der außerhalb des Kernstadtgebiets liegende DRK-Kindergarten „Hiltener Zwerge“ geschlossen werden. Den Neubau realisieren der DRK-Kreisverband Grafschaft Bentheim und die Stadt Neuenhaus als Gemeinschaftsprojekt. Auf dem Gebiet der Kinderbetreuung bestehe schon seit Jahren ein vertrauensvolles Verhältnis, betonen beide Vertragspartner.

„Die Stadt Neuenhaus möchte als familienfreundliche Kommune den Eltern ein attraktives Betreuungsangebot bieten“, sagt Stadtdirektor Günter Oldekamp. Er stellt eine hohe Nachfrage nach frühkindlicher Betreuung in Kinderkrippen sowie in den Regelgruppen fest, was unter anderem mit dem Zuzug junger Familien und steigenden Geburtenzahlen zusammenhänge. Momentan könnten in der Stadt Neuenhaus 315 Regelbetreuungsplätze angeboten werden, die Zahl der Krippenplätze belaufe sich 120 Plätze. Dies entspreche einer Betreuungsquote von aktuell 97,05 Prozent im Regel- und 49,30 Prozent im Krippenbereich. Die Zahl der Krippenplätze steige ab August 2021 von 120 auf 135.

Fest im kommenden Jahr?

Auch DRK-Vorstand Eckhard Jürriens freut sich über den Baufortschritt der Kita „Bullerbü“: „Die Zusammenarbeit mit der Stadt Neuenhaus, dem Planungsteam sowie den beteiligten Firmen läuft hervorragend“, freut er sich. Nach den beiden neuen DRK-Kitas „Taka-Tuka-Land“ in Lohne und „Kaiserhof“ in Bad Bentheim, die in jüngster Vergangenheit an den Start gegangen sind, bewege sich nun ein weiteres wichtiges Projekt sichtbar seiner Vollendung entgegen. Die nächste Etappe im Bauprozess besteht in der Installation der Fenster. Der Bau soll dann winterfest sein, sodass die Handwerker witterungsunabhängig mit dem Innenausbau weitermachen können. Architekt Lindschulte macht Hoffnung auf eine Feier im kommenden Jahr: „Trotz des ausgefallenen Richtfestes sollen die Beteiligten nicht leer ausgehen. Ich habe den Handwerkern fest versprochen, dass ein anständiges Fest zur Eröffnung des Kindergartens nachgeholt wird – sofern die Corona-Situation es dann zulässt.“

Das ringförmige Ensemble soll schon bald mit roten Tonziegeln eingedeckt werden. Foto: privat

Das ringförmige Ensemble soll schon bald mit roten Tonziegeln eingedeckt werden. Foto: privat

Ein Richtfest gibt es coronabedingt nicht. Foto: privat

Ein Richtfest gibt es coronabedingt nicht. Foto: privat

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