17.03.2020, 13:34 Uhr

DRK braucht dringend weitere Blutkonserven

Wegen des Corona-Virus geht die Zahl der Spender zurück. Die Blutspendetermine finden weiterhin statt. Die Sicherheitsvorkehrungen sind noch einmal erhöht worden. Für die Übertragung des Covid-19-Virus durch Blutpräparate gibt es laut DRK keine Hinweise.

Die Zahl der Blutspenden ist auch in der Grafschaft wegen des Corona-Virus rückläufig. Das DRK bietet seine Termine weiter an. Foto: Konjer

© Konjer, Stephan

Die Zahl der Blutspenden ist auch in der Grafschaft wegen des Corona-Virus rückläufig. Das DRK bietet seine Termine weiter an. Foto: Konjer

Nordhorn Die Zahl der Blutspenden in Deutschland ist aktuell sehr unterschiedlich. Während in Nordrhein-Westfahlen, Baden Württemberg oder Hessen ein sehr deutlicher Rückgang zu verzeichnen ist, schätzt Karin Maschmeier, Gebietsreferentin des DRK für die Grafschaft und das Emsland die Lage im Versorgungsgebiet noch als relativ stabil ein. Sie war überrascht, wie gut die letzten Termine in der Grafschaft noch frequentiert waren. Allerdings seien weitere Rückgänge bei der Zahl der Spender zu befürchten. Ungeachtet der Corona-Krise benötigt das DRK aber dringend Blutspenden, damit die Patienten weiterhin sicher mit Blutpräparaten in Therapie und Notfallversorgung behandelt werden können. Ansonsten drohten ernsthafte Probleme bei Patienten, die auf Transfusionen angewiesen seien.

Von der Landesschulbehörde hat das DRK die Genehmigung, dass die Schulen für Spendetermine geöffnet werden. Auch das Bistum Osnabrück öffnet seine Räume mittlerweile wieder für die Aktionen des DRK. Bei Feuerwehren und Bundeswehr besteht derzeit aber ein Verbot für Blutspendetermine. Allein durch den Wegfall der Spenden der Soldaten müsse das DRK in der Region auf rund 1000 Spenden verzichten, so Maschmeier.

„An der Präparatesicherheit für Transfusionsempfänger hat sich durch Covid-19 nichts geändert. Für die Übertragbarkeit des Erregers durch Blut und Blutprodukte gibt es derzeit keine Hinweise.“, erklärt die DRK-Mitarbeiterin beruhigend.

„Das Wichtigste ist: Wer gesund und fit ist, kann Blut spenden“, sagt Karin Maschmeier. In der Grafschaft und dem Emsland werden derzeit alle öffentlichen Blutspendetermine wie geplant stattfinden. „Unsere Zulassungs- und Hygienebestimmungen gewährleisten weiterhin einen hohen Schutz auf unseren Spendeterminen. Personen, die in den vergangenen zwei Wochen mit infizierten oder in Quarantäne befindlichen Personen Kontakt hatten, in einem der Risikogebiete gewesen sind oder sich krank fühlen, sollten der Blutspende aber unbedingt fern bleiben“, rät Maschmeier. Natürlich gelten auch bei den Blutspendeterminen zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der ehrenamtlichen Helfer und der Spender.

Hinweisschilder stehen an den Eingängen der Spendenlokale, wo vor Eintritt bei jedem Spender die Temperatur gemessen wird. Darüber hinaus ist ausreichend Desinfektionsmittel vorhanden, was unbedingt benutzt werden sollte. Auf Abstände zwischen den Spendern, Mitarbeitern und Ehrenamtlichen wird geachtet.

Wer Blut spenden möchte, sollte sich gesund und fit dafür fühlen. Die aktuell geltenden Zulassungsbestimmungen für die Blutspende gewährleisten weiterhin einen hohen Schutz für Blutspender und Empfänger. Die Blutspendetermine unterliegen generell äußerst strengen, hygienischen Regularien. „Das Thema wird vonseiten des DRK sehr sensibel gehandhabt, in Panik zu verfallen, wäre jedoch nicht zielführend“, erklärt Karin Maschmeier. Sie erinnert an die wichtigen Hygiene-Tipps wie gründliches Händewaschen, den Einsatz von Einmalhandtüchern und auch das Reinigen des Handys, an dessen Oberfläche es vor Keimen wimmelt.