12.08.2021, 15:45 Uhr

Dorfgemeinschaftshäuser werden zukunftsfähig gemacht

Akteure aus allen Orten der Dorfentwicklung Nordhorn-Neuenhaus-Lage laden zur gemeinsamen Weiterentwicklung der Dorfgemeinschaftshäuser ein, wie hier in Lage. Foto: Stadt Nordhorn

Akteure aus allen Orten der Dorfentwicklung Nordhorn-Neuenhaus-Lage laden zur gemeinsamen Weiterentwicklung der Dorfgemeinschaftshäuser ein, wie hier in Lage. Foto: Stadt Nordhorn

Nordhorn/Neuenhaus/Lage Die Verbundprojektgruppe der Dorfgemeinschaftshäuser in der Dorfregion Nordhorn-Neuenhaus-Lage freut sich über die anstehenden Maßnahmen aus dem Entwicklungsplan für die Dorfregion. Bei einem Projektgruppentreffen wurden kürzlich die weiteren Schritte sowie ein übergeordnetes Nutzungskonzept für die Häuser besprochen.

Die Bürger der Dorfregion Nordhorn-Neuenhaus-Lage haben im vergangenen Jahr mit viel Einsatz und Veränderungsbereitschaft gezeigt, dass sie sich den Herausforderungen der Zukunft stellen wollen und können. Der erfolgreich verabschiedete Dorfentwicklungsplan ist das Resultat eines einjährigen Prozesses, in dem viel diskutiert, kreativ entworfen und zur Abstimmung gebracht wurde.

Schon viele Projekte bewilligt

Wie stark der Wille zur Umsetzung von Projektideen und die Handlungsbereitschaft ist, zeigen die schon jetzt zur Förderung gebrachten Vorhaben. „Das Potenzial der Region ist einzigartig“, fasst der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Lage, Ludwig Hagedoorn, bei der Zusammenkunft der Verbundprojektgruppe der Dorfgemeinschaftshäuser zusammen. „Es ist erstaunlich, was sich bis jetzt schon realisieren ließ. Das hätte ich nicht erwartet“, so Hagedoorn. In der Gemeinde Lage ist das Projekt „Wasser erleben in Lage“ als ein Startprojekt mit einer Summe von über 100.000 Euro positiv beschieden worden.

In Veldhausen hat die reformierte Kirchengemeinde für ihr Gemeindehaus Fördermittel in Höhe von über 500.000 Euro einwerben können. Auch die Initiatoren für das Günther-Frank-Haus in Neuenhaus freuen sich über einen Zuwendungsbescheid in Höhe von über 300.000 Euro. Mehrere private Antragsteller haben für den Erhalt oder die Umnutzung von zumeist älteren, ortsbildprägenden Objekten Fördermittel erhalten.

Die Vorbereitungen weiterer Förderanträge laufen derweil für den Stichtag am 15. September weiter. In Veldhausen soll das Projekt „Veldhausener Stiegen“ beantragt werden. Eine große Zahl privater Antragsteller hat sich bereits Beratungen durch das den Prozess begleitende Büro „Regionalplan&UVP Planungsbüro P. Stelzer GmbH“ eingeholt, um ortsbildprägende und landschaftstypische Gebäude inklusive des Umfeldes zu gestalten oder zu sanieren.

Start mit Dorfgemeinschaftshaus Bookholt

In den kommenden Jahren sind es unter anderem auch die Dorfgemeinschaftshäuser in Bookholt, Grasdorf, Hilten und Bimolten, welche mit erweiterten Nutzungsmöglichkeiten ausgestattet werden sollen. Es sei von vornherein klar gewesen, dass nicht gleichzeitig alle Dorfgemeinschaftshäuser eine Förderung erhalten könnten. Dies betont Jan Marrink aus Bimolten, der im vergangenen Jahr an der Qualifizierung zum Dorfmoderator teilgenommen hat. Ihm ist es ein besonderes Anliegen, dass die Alte Schule in Bimolten in den Blick genommen wird.

Einigkeit besteht darin, dass zunächst das Dorfgemeinschaftshaus Bookholt für die Zukunft aufgestellt wird. Es müsse ein übergeordnetes Konzept aller Gemeinschaftseinrichtungen gefunden werden, sodass eine übergreifende Nutzung erreicht werde. Die im Zuge der Dorfentwicklung ebenfalls zur Dorfmoderatorin qualifizierte Birgit Epmann sieht optimistisch in die Zukunft. Ihr liegt besonders die Mehrzwecknutzung der ehemaligen Schule in Hilten am Herzen. Der Kindergarten wird in den kommenden Wochen ausziehen, sodass die Räumlichkeiten vielfältiger genutzt werden können.

Neben den Dorfgemeinschaftshäusern sind es auch die Wege, Straßen und die Verkehrssicherheit die Brigitte Oberhofer und Fred de Graaff aus Veldhausen beschäftigen. Hier sind einige neuralgische Punkte in der Region aufzuarbeiten.

Den Zusammenhalt der Dorfregion weiter zu stärken, ist nun Aufgabe der kommenden Jahre. Fest steht, dass sich die Projektgruppe rund um das Thema „Verbund der Dorfgemeinschaftshäuser“ regelmäßig treffen wird, um in Rücksprache mit den Dorfbewohnern der einzelnen Orte an einem gemeinsamen Konzept für die Nutzung der Häuser zu feilen.

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