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27.03.2019, 05:15 Uhr

Diese Regeln gelten für Kinder auf dem Trampolin

Trampoline stehen inzwischen in vielen Gärten. Für Kinder ist die Hüpferei eine Gaudi, bei der sie auch noch ihr Körpergefühl trainieren - wenn sie es richtig machen. Sonst drohen üble Verletzungen.

Bei den meisten Trampolinen werden die Sprungmatten von Stahlfedern gehalten. Wer auf diese fällt, kann sich weh tun - trotz Abdeckung. Foto: Stiftung Warentest/dpa-tmn

Bei den meisten Trampolinen werden die Sprungmatten von Stahlfedern gehalten. Wer auf diese fällt, kann sich weh tun - trotz Abdeckung. Foto: Stiftung Warentest/dpa-tmn

dpa/tmn Berlin Für Kinder sind Trampoline ein Riesenspaß. Doch wenn die Kleinen sie falsch benutzen, können sie sich schnell schwer verletzen. Davor warnt der Chirurg und Orthopäde Christopher Spering in der Zeitschrift „test“ (Ausgabe 4/19). Seine wichtigsten Tipps:

- Nur alleine auf das Trampolin: Hüpfen mehrere Kinder umher, sind Zusammenstöße und unkontrollierte Sprünge fast vorprogrammiert. Wiegt ein Kind deutlich mehr als das andere, ist die Gefahr besonders groß. Das Schwerere kann das Leichtere durch die Luft katapultieren - mit möglicherweise schlimmen Folgen.

- Keine Kopfüber-Kunststücke: Viele Springer landen bei Salto-Versuchen auf dem Nacken und verletzen sich am Halswirbel, warnt Spering. Von Überschlägen rät er entschieden ab.

- Eltern in der Pflicht: Bevor der Nachwuchs loslegt, sollten sie stets das Trampolin kontrollieren. Sitzen alle Abdeckungen korrekt? Sind die Netze stabil und verschlossen? Durch offene Netze kann man herausfallen und auf den harten Boden krachen. Prinzipiell haben Eltern die Kinder beim Springen besser immer im Blick.

- Ab in die Mitte: Idealerweise springt man immer von der Mitte der Matte ab. Die ist markiert und damit leicht anzuvisieren. So sinkt die Gefahr, auf die abgedeckten Stahlfedern am Rand zu krachen - denn das kann sehr schmerzhaft sein.

- Nicht unter sechs: Kleinkinder und erst recht Babys haben auf Trampolinen nichts verloren, betont der Mediziner. Erst ab ihrem sechsten Lebensjahr könnten Kinder loslegen. Vorher fehle ihnen die nötige Koordination, außerdem sei die Wurfkraft der Matte gegenüber dem Gewicht der Kinder zu stark.

Die Stiftung Warentest hat für ihre „test“-Zeitschrift zehn Trampoline getestet. Die Hälfte schnitt „gut“ ab. Testsieger wurde das Springfee Medium Round R79 (Note 1,6), mit 1300 Euro das teuerste Modell im Test und das einzige ohne Stahlfedern. Hier kommen Fiberglasstangen zum Einsatz.

Dahinter folgten das Fantastic Trampolin 300V von Hudora (380 Euro; 1,8) und das Domyos Essential 300 von Decathlon (190 Euro; 1,9), das als Auslaufmodell zur Zeit nur noch online erhältlich sei und für das keine Ersatzmatten mehr verkauft würden. Das Salta Comfort Edition 305 cm (265 Euro; 2,0) und das Exit Elegant Premium mit Deluxe Sicherheitsnetz (530 Euro; 2,2) waren ebenfalls „gut“.

Zudem werteten die Tester viermal „befriedigend“, ein Modell war „mangelhaft“, unter anderem wegen Strangulationsgefahr am Netz.