27.07.2021, 12:30 Uhr

Diakonin Anja Goral mit Gottesdienst in Nordhorn eingesegnet

Nach der Einsegnung haben sich zum Gruppenfoto aufgestellt: Anne Laumann, Pastor Hans Hartmann, Franziska Bau, Regionalbischof Dr. Detlef Klahr, Michael Rilke, Sr. Christiane Marei Steins, Anna Schlendermann, Pastor Holger Schmidt, Pastorin Simone Schmidt-Becker, Diakonin Anja Goral und Superintendent Dr. Bernd Brauer. Foto: S. Hamel

Nach der Einsegnung haben sich zum Gruppenfoto aufgestellt: Anne Laumann, Pastor Hans Hartmann, Franziska Bau, Regionalbischof Dr. Detlef Klahr, Michael Rilke, Sr. Christiane Marei Steins, Anna Schlendermann, Pastor Holger Schmidt, Pastorin Simone Schmidt-Becker, Diakonin Anja Goral und Superintendent Dr. Bernd Brauer. Foto: S. Hamel

Nordhorn „Schaut euch die Anja an, was diese Frau so alles kann“, singt das Pastoren-Ensemble „Flying Reverends“ auf die Melodie des Seemannsliedes „Wellerman“ und sorgt damit am Samstagnachmittag für beste Stimmung in der Martin-Luther-Kirche in Nordhorn. Die Rede ist von Anja Goral, die seit dem 1. Mai als Diakonin in den beiden lutherischen Gemeinden Nordhorns wirkt.

Jüngst hat die 27-Jährige ihre Ausbildung abgeschlossen und nun in der Grafschaft ihre erste Stelle angetreten. Mit einem feierlichen Gottesdienst erfolgte nun durch Regionalbischof Dr. Detlef Klahr die offizielle Einsegnung der neuen Kollegin – ein festlicher Akt, der Diakoninnen und Diakonen in der lutherischen Kirche nur einmal im Leben zuteil wird.

Anja Goral stammt aus Osterholz-Scharmbeck. Nach dem Abitur absolviert sie ein Freiwilliges Soziales Jahr („FSJ Kultur“) am Theater in Wolfsburg, es folgt ein Studium der Pädagogik und Skandinavistik in Kiel, das sie mit dem Bachelorgrad abschließt. Anschließend studiert sie Religionspädagogik und Soziale Arbeit in Hannover und erwirbt einen weiteren Bachelorabschluss. Ihr Anerkennungsjahr verbringt sie beim Kirchenkreisjugenddienst Burgwedel-Langenhagen und Nienburg, zuletzt lebt sie für drei Monate im Rahmen von „Kloster auf Zeit“ mit der evangelischen Communität Kloster Wülfinghausen bei Eldagsen in der Region Hannover.

Nun ist Anja Goral im äußersten Südwesten Niedersachsens – unmittelbar an der Grenze zu den Niederlanden – gelandet und zählt fortan neben den Pastoren zum hauptamtlichen Team der Martin-Luther- sowie der Christus- und Kreuzkirchengemeinde Nordhorn. Als Diakonin wird sie nicht nur Aufgaben in der Jugendarbeit – etwa Konfirmandenunterricht – übernehmen, sondern eine Ansprechpartnerin für alle Generationen sein. Mit dem Einsegnungsgottesdienst wurden nun die geistlichen Startvoraussetzungen geschaffen.

„In der Kirche stolpern wir nicht einfach in unsere Arbeit, sondern beginnen in Ruhe und mit einem Segen“, betonte Regionalbischof Klahr, der den Gottesdienst zusammen mit Dr. Bernd Brauer, Superintendent im Kirchenkreis Emsland-Bentheim, sowie Pastor Holger Schmidt und den Kirchenvorstandsvorsitzenden Michael Rilke und Anne Laumann gestaltete. „Es ist ein Freudentag und ich habe gespürt, wie sehr Sie sich darauf gefreut haben“, sagte Klahr an Anja Goral gerichtet. „Sie sind viele Wege gegangen, um hier anzukommen.“ In seiner Predigt bezog sich der Regionalbischof auf den Spruch „Ich aber, Herr, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott! Deine Zeit steht in meinen Händen“ (Psalm 31), welcher auch das persönliche Beziehungsfeld der jungen Diakonin prägte: „Du, Gott, hast mich immer wieder angerührt. Du hast nicht locker gelassen: Du bist mein Gott.“

Zusammen mit drei Weggefährtinnen Gorals, namentlich Franziska Bau, Diakonin Anna Schlendermann und Sr. Christiane Marei Steins, sprach Detlef Klahr der neuen Mitarbeiterin den Segen zu und überreichte die Einsegnungsurkunde – unterschrieben von Inga Rohoff, Leiterin des Referats für Diakone im Landeskirchenamt Hannovers und gleichzeitig Vorgängerin von Anja Goral in Nordhorn.

Musikalisch begleitet wurde die Zeremonie durch Kantor Jens Christian Peitzmeier, dessen temperamentvolles Orgel- und Klavierspiel die Festgemeinde mit kräftigem Applaus quittierte. Verschiedene Grußworte und eine gemeinsame Kaffeetafel nach dem Gottesdienst rundeten die Zusammenkunft ab. Die Einsegnung ist übrigens nicht gleichzusetzen mit der Einführung in den Dienst vor Ort: Eine entsprechende Veranstaltung soll noch folgen, der Termin wird zu gegebener Zeit veröffentlicht.