11.04.2019, 10:00 Uhr

Deutscher und niederländischer Chor treten gemeinsam auf

Das Vokalensemble Frenswegen mit Probensitz am Kloster Frenswegen in Nordhorn und der Kamerkoor Canteclaer aus Enschede bereiten derzeit ein Konzertprogramm vor. Die Konzerte finden am 18. und 19. Mai in Nordhorn und Enschede statt.

Das Vokalensemble Frenswegen hat als Motiv das Labyrinth hinter dem Kloster gewählt. Foto: privat

Das Vokalensemble Frenswegen hat als Motiv das Labyrinth hinter dem Kloster gewählt. Foto: privat

Zwei auf beiden Seiten der Grenze für anspruchsvolle Vokalmusik bekannte Chöre laden im Mai zu Konzerten ein: Das Vokalensemble Frenswegen mit Probensitz am Kloster Frenswegen in Nordhorn und der Kamerkoor Canteclaer aus Enschede arbeiten erstmals zusammen und bereiten derzeit das Konzertprogramm vor, in dessen Mittelpunkt doppelchörige Kompositionen alter Meister stehen. Die Konzerte finden am 18. und 19. Mai in Nordhorn und Enschede statt.

Das Vokalensemble Frenswegen hat es sich seit der Gründung vor 10 Jahren zur Aufgabe gemacht, auch eher unbekannte Werke geistlicher Chormusik einzustudieren. Daneben gehören Orchesterwerke und weltliche Programme zum Repertoire des 40-köpfigen Ensembles. Der Chor unter Leitung von Regionalkantor Stephan Braun genießt in der Grafschaft Bentheim einen ausgezeichneten Ruf und gehört nach Meinung von Kritikern zu den besten der Region; dies nicht zuletzt wegen der ausgewogenen Besetzung in den Stimmlagen.

Der Kamerkoor Canteklaer ist auf deutscher wie niederländischen Seite für Liebhaber der Chormusik in kleiner Besetzung längst kein unbeschriebenes Blatt: In der niederländischen Grenzregion gehört das rund 20-köpfige Ensemble unter Leitung von Iassen Raykov zu einer der ersten Adressen guten Chorgesangs.

Und auch den Grafschafter Liebhabern anspruchsvoller Vokalmusik dürfte der Chor als erster Preisträger des Deutsch-Niederländischen Kirchenmusikpreises 2015 im Kloster Frenswegen in Erinnerung sein.

Die Klangfülle von mehr als 60 Sängerinnen und Sängern nutzen die Ensembles nun für die Darbietung dreier großer doppelchöriger Werke, entstanden vom 17. bis 19. Jahrhundert: Von Heinrich Schütz „Singet dem Herrn ein neues Lied“, von Johann Sebastian Bach die Motette „Komm, Jesu, komm“ und von Felix Mendelssohn-Bartholdy „Warum toben die Hei-den“. Alle Kompositionen sind für zwei gemischte Chöre geschrieben. Als gemeinsames Chorstück wird auch das Ave Maria von Franz Xaver Biebl gesungen.

Beide Chöre werden einzeln weitere Kompositionen jüngeren Datums darbieten. Das Vokalensemble Frenswegen hat dafür das „Pater Noster“ von Jozéf Swider und „Ubi Caritas“ von Ola Geijlo ausgewählt. Der Kamerkoor Canteklaer bereitet sich unter anderem auf die Trauermotette „Wie liegt die Stadt so wüst“ von Rudolf Mauersberger vor. In beiden Konzerten wird der Chorgesang ergänzt durch solistische Instrumentalmusik: in Nordhorn wird Fabian Schlie Kompositionen für Marimbaphon spielen, in Enschede Dora Raykova Kompositionen für Violine.

In Nordhorn findet das Konzert am Samstag, 18. Mai, um 19.30 Uhr in der St. Augustinuskirche statt. In Enschede beginnt das Konzert am Sonntag, 19. Mai, bereits um 16 Uhr in der St. Jakobuskirche.

Karten für die Konzerte gibt es im Vorverkauf in Nordhorn (Buchhandlung Thalia), Emlichheim (Hanne´s Laden), Neuenhaus (Bürgerbüro im Rathaus), Schüttorf (Moldwurf), Uelsen (Buchhandlung Mine), online über proticket und über die Homepage www.canteklaer.nl sowie bei den Chormitgliedern.

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