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20.02.2020, 16:30 Uhr

Deutsche Filmemacher für unabhängige Kinos

Bühnen und Orchester werden oft öffentlich gefördert, kleine Filmtheater aber nicht. Das werfe ein schräges Licht auf den Kulturbegriff, findet der Regisseur Wim Wenders - und dürfte mit dieser Meinung nicht allein stehen.

Das „Moviemento“ in Berlin-Kreuzberg. Foto: Paul Zinken/dpa

Das „Moviemento“ in Berlin-Kreuzberg. Foto: Paul Zinken/dpa

dpa Berlin Kurz vor Beginn der Berlinale haben sich prominente Filmemacher für eine Stärkung unabhängiger Kinos ausgesprochen. „Das Kino ist eine der letzten Kulturstätten, die wir haben“, sagte der Regisseur Wim Wenders am Donnerstag in Berlin.

Es werfe ein schräges Licht auf den Kulturbegriff, dass etwa Theater und Orchester öffentlich gefördert und in Schulen thematisiert würden, Filmtheater aber nicht. „Kinos, die voll sind und die sich bewähren, die müssten auf eine andere Art auch unterstützt werden.“

Wichtig sei es jedoch, nicht alle Kinos in einen Topf zu werfen, sagte der Regisseur Tom Tywker. Betreiber kleiner Kinos achteten darauf, dass das Kinoerlebnis stimmig sei. Bei „Filmfabriken“ sei das anders.

Bei der Diskussionsveranstaltung setzten sich die Filmemacher speziell für das „Moviemento“ in Berlin-Kreuzberg ein, eines der ältesten Kinos in Deutschland. Die Räume gehören zurzeit einem Tochterunternehmen der Deutsche Wohnen und sollen verkauft werden. Die Kinobetreiber, Iris Praefke und Wulf Sörgel, wollen die Räume kaufen, um das „Moviemento“ zu erhalten. Eine Crowdfunding-Kampagne soll 1,6 Millionen Euro einbringen.