23.03.2022, 17:00 Uhr

DEHOGA sieht Grafschafter Gastronomie vor neuen Aufgaben

Der amtierende Vorstand des DEHOGA-Kreisverbandes Grafschaft Bentheim (von links): Daniel Heilemann, Tanja Döhe, Daniel van der Kamp und Sarah Gross. Auf dem Foto fehlt Vorstandsmitglied Thorsten Müller. Foto: privat

Der amtierende Vorstand des DEHOGA-Kreisverbandes Grafschaft Bentheim (von links): Daniel Heilemann, Tanja Döhe, Daniel van der Kamp und Sarah Gross. Auf dem Foto fehlt Vorstandsmitglied Thorsten Müller. Foto: privat

Grafschaft Nach zwei Jahren coronabedingter Unterbrechung konnte der DEHOGA-Kreisverband Grafschaft Bentheim vor Kurzem wieder eine Generalversammlung in Präsenz durchführen – für viele Gastronomen eine gute und willkommene Gelegenheit, mit Kollegen ins Gespräch zu kommen. Der Tätigkeitsbericht des Vorstandes fiel dieses Mal deutlich länger aus als in den Vorjahren – zum einen dadurch begründet, dass die Sitzung im vergangenen Jahr ausfallen musste, vor allem aber durch die Auswirkungen der Pandemie, die die Gastronomie extrem beeinträchtigt habe.

Gastronomie vor besonderen Herausforderungen

Der 1. Vorsitzende des DEHOGA-Kreisverbandes, Daniel Heilemann, berichtete von verschiedenen Informationsveranstaltungen, die zusammen mit dem Landkreis Grafschaft Bentheim durchgeführt wurden, von den Beratungen für Gastronomen und Gesprächen mit der Presse. „Die Rahmenbedingungen haben sich ständig geändert, zum Beispiel die Einführungen von Sperrstunden bis hin zum Lockdown, die Mehrwertsteuersätze, die Hygieneanforderungen und Beschränkungen bei den Gruppengrößen. Dazu kamen für uns völlig neue Aufgaben wie beispielsweise Kontaktnachverfolgung und Impfstatuskontrollen“, schildert Heilemann die besonderen Herausforderungen an die Grafschafter Gastronomiebetriebe.

Trotz pandemiegeschuldeter Einschränkungen konnte der DEHOGA-Kreisverband verschiedene Schulungen im Bereich Hygiene und Ersthelferausbildung durchführen. Zudem war der Verband im Jahr 2020 erstmals mit einem Stand auf der Messe „Arbeitswelten“ vertreten und hat dort über die Ausbildungsberufe im Gastgewerbe informiert. Vorsitzender Heilemann konnte ferner berichten, dass eine positive Entwicklung bei den Mitgliederzahlen zu verzeichnen sei. „Viele Betriebe haben in der Corona-Krise die Vorteile einer Mitgliedschaft in einem starken Verband schätzen gelernt“, konstatiert Heilemann.

Gross und van der Kamp neu im Vorstand

Bei den anschließenden Wahlen zum Vorstand konnten zwei neue Mitglieder in die Führungsriege aufgenommen werden. Den Vorsitz behält Daniel Heilemann, neu gewählt wurde Daniel van der Kamp als 2. Vorsitzender. Der bisherige 2. Vorsitzende Manuel Ribeiro hatte sich im Vorfeld gegen eine ern

eute Kandidatur ausgesprochen, um „den Weg für eine Verjüngung freizumachen“, wie er seine Entscheidung begründete. Die bisherigen Vorstandsmitglieder Tanja Döhe und Thorsten Müller wurden einstimmig wiedergewählt. Sarah Gross wurde als Beisitzerin ebenfalls neu in den Vorstand gewählt. Vorsitzender Daniel Heilemann bedankte sich bei den Anwesenden für die Wiederwahl und stellte hinsichtlich der Zusammensetzung des neuen Vorstandes fest, dass dieser die Vielfältigkeit der Gastronomie in der Grafschaft Bentheim sehr gut abbilde.

Heilemann sieht „dringenden Handlungsbedarf“

Die Corona-Krise und der Krieg in der Ukraine bereiten den Gastronomen große Sorgen. Derzeit könne noch niemand abschätzen, wie sich die Lage auf die hiesigen Betriebe auswirkt, so Vorsitzender Heilemann. Hinzu kämen in diesem Jahr Veränderungen bei den Lohnkosten und eine lange erwartete Modernisierung der Ausbildungsberufe. Zum Jahresende läuft die Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes auf Speisen aus, hier sieht Heilemann dringenden Handlungsbedarf. „Die Bundesregierung sollte ihren Ankündigungen bald Taten folgen lassen und die versprochene dauerhafte Reduzierung gesetzlich regeln“, lautet seine Forderung.