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06.07.2020, 11:02 Uhr

De Ridder will sich für Rettungshundestaffel einsetzen

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Daniela De Ridder im Dialog mit einer Vertreterin der Rettungshundestaffel. Foto: SPD

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Daniela De Ridder im Dialog mit einer Vertreterin der Rettungshundestaffel. Foto: SPD

Nordhorn Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder war zu Gast bei der Rettungshundestaffel Grafschaft Bentheim. Gemeinsam mit Johanna Harland, SPD-Ratsmitglied der Stadt Nordhorn, ließ sie sich von den Mitgliedern der Rettungshundestaffel, Anja Jankowsky, Barbara Kinser, Sarah Kwekkeboom, Ilke Nykamp, Volker Rode und Thomas Wehmeyer, über die vielfältigen Aufgabenfelder der Rettungshundearbeit informieren. „Der Zivil- und Katastrophenschutz ist ohne aktives bürgerliches Engagement nicht denkbar. Rund 1,8 Millionen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer setzen sich selbstlos und unentgeltlich Tag für Tag für unsere Sicherheit ein - so auch die zahlreichen Mitglieder der Rettungshundestaffel Grafschaft Bentheim mit ihren eindrucksvoll gut trainierten Hunden. Die Politik muss Sorge dafür tragen, die Ehrenamtsstrukturen gezielt zu unterstützen“, betont Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

Werden Menschen vermisst oder haben sich verirrt, dann sind sie gefragt: die Retter auf vier Pfoten. Seit nunmehr 17 Jahren treffen sich die derzeit 33 Mitglieder der Rettungshundestaffel Grafschaft Bentheim mehrmals die Woche, um mit ihren 20 Hunden über mehrere Stunden zu trainieren. Das Ziel: Vermisste Personen schnellstmöglich finden, um Menschenleben zu retten. Für die erfolgreiche Suche ist dabei der Zeitfaktor sehr wichtig: Je früher der Einsatz beginnt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die vermisste Person von den vierbeinigen Spürnasen gefunden werden kann. Derweil verfügt die Grafschafter Rettungshundestaffel über zwei zertifizierte Hunde für die Flächensuche, zwei Mantrailer sowie einige Flächenhunde stehen kurz vor ihrer Einsatzprüfung. Während Letztere dahingehend trainiert werden, innerhalb von 20 Minuten eine Fläche von zirka 30.000 Quadratmetern abzusuchen, um eine zum Beispiel im Wald vermisste Person zu finden, sucht der ausgebildete Mantrailer nach einer ganz bestimmten Person. Hierzu wird ihm ein Geruchsgegenstand, etwa ein T-Shirt der vermissten Person, vorgehalten, sodass er der individuellen Spur folgen kann.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete wollte sich bei ihrem Besuch nun selbst vom ausgezeichneten Geruchssinn der Rettungshunde überzeugen und schlüpfte bei einer Übung in die Rolle einer „vermissten Person“, dazu versteckte sie sich hinter einem großen Baumstamm im weitläufigen Waldgebiet. Nachdem alle auf Position waren, startete die Suchaktion. Auf Kommando raste Rocco blitzschnell in den Wald, lief zickzack durchs feuchte Gestrüpp, schnüffelte hier und da. Wenige Minuten später ertönte lautes Bellen: Rocco hat die Gesuchte gefunden. „Generell eignet sich jede Rasse dazu, zu einem Rettungshund ausgebildet zu werden. Der Hund dürfe nur nicht zu groß oder zu klein sein. Ganz wichtig für die Arbeit ist jedoch ein sehr gutes Teamwork zwischen dem Rettungshund und dem Hundeführer, denn die Ausbildung zum Rettungshund dauert etwa zwei bis drei Jahre“, erläutert Anja Jankowsky, Vorstandsmitglied der Rettungshundestaffel.

Im Einsatzfall werden die geprüften Rettungshunde-Teams über die Einsatzleitstellen der Feuerwehr und der Polizei aus der Grafschaft Bentheim angefordert. Bei Bedarf stehen überregional 16 Staffeln mit rund 50 geprüften Rettungshunden zur Verfügung. Da die Einsatzpraxis bundesweit nicht einheitlich geregelt ist, könne eine länderübergreifende Rettungsaktion nicht ohne Weiteres stattfinden. De Ridder sicherte zu, diese Thematik im Rahmen ihrer geplanten Blaulichtkonferenz im Herbst auf die Tagesordnung zu nehmen, bei der auch der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius geladen wird. Gefragt nach konkreten Verbesserungswünschen wiesen die Ehrenamtlichen darauf hin, dass sie sich mehr Wertschätzung für ihr freiwilliges Engagement wünschten. Eine Form sei zum Beispiel, dass die Ehrenamtlichen gegenüber deren Arbeitgeber für den Einsatzfall eine ähnliche Freistellung erhielten, wie beispielsweise Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr. Aktuell hängt es vom Wohlwollen der jeweiligen Arbeitgeber ab, ob ein Hundeführer den Arbeitsplatz für einen Sucheinsatz verlassen darf – ein Vorhaben, das die Bundestagsabgeordnete sehr unterstützenswert findet. Auch eine allgemeine Befreiung von der Hundesteuer - auch für noch in Ausbildung befindliche Hunde - wäre wünschenswert. „Die Rettungshunde-Teams sind rund um die Uhr 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr ehrenamtlich einsatzbereit, um Menschen zu finden und zu retten. Um ein Zeichen für die Anerkennung dieser wertvollen Arbeit zu setzen, werde ich mich für die Wünsche und Belange der Rettungshundestaffel gerne einsetzen“, bekräftigt De Ridder abschließend.

Die Rettungshundestaffel Grafschaft Bentheim arbeitet ehrenamtlich und freut sich über jede Spende. Die Bankverbindung lautet: IBAN: DE08267500010005024997; (Kreissparkasse Nordhorn).

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