12.11.2020, 14:00 Uhr

De Ridder besucht Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft

Im Gespräch: Petra Alferink, Dr. Daniela De Ridder, Jaqueline Demelis und Marina Maksimenko. Foto: privat

Im Gespräch: Petra Alferink, Dr. Daniela De Ridder, Jaqueline Demelis und Marina Maksimenko. Foto: privat

Grafschaft Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder hat sich vor Kurzem bei der Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft der Grafschaft Bentheim in Nordhorn über die aktuelle Situation von Frauen auf dem Arbeitsmarkt in der Region informiert. „Bevor ich SPD-Bundestagsabgeordnete für den Bezirk Emsland/Grafschaft Bentheim wurde, konnte ich in meiner Tätigkeit als Gleichstellungsbeauftragte Einblicke in die vielschichtigen Herausforderungen von Müttern, insbesondere Alleinerziehenden, gewinnen“, erzählt De Ridder. Nun wollte sie erfahren, ob und sich Lebensbedingungen von Müttern unter der Corona-Pandemie verändert haben. Petra Alferink, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Nordhorn, hat sie begleitet.

Jaqueline Demelis und Marina Maksimenko von der Koordinierungsstelle gaben ihren Gästen einen Überblick über ihre Vermittlungs- und Vernetzungsarbeit, bevor sie auf die Belastung des Lockdowns speziell für berufstätige Mütter eingingen. „Kinder, Job und Haushalt unter Lockdown-Bedingungen unter einen Hut zu bringen, ist für viele oft nur mit viel Kraft und Selbstdisziplin bis zur persönlichen Erschöpfung zu schaffen gewesen, zumal die Kinderbetreuung außerhalb der eigenen vier Wände kaum möglich war“, erinnerten die beiden Beraterinnen an die Situation im Frühjahr. Sorgen und Zukunftsängste – gerade von Alleinerziehenden – begegnen die Mitarbeiterinnen der Koordinierungsstelle mit Rat und Information. De Ridder und Alferink bekräftigten, dass ein speziell auf Alleinerziehende ausgerichtetes Informationsangebot empfehlenswert sei.

Bezüglich der aktuellen Arbeitsmarktsituation von Frauen in der Grafschaft erklärte Maksimenko, dass noch immer ein hoher Bedarf an Kräften im Pflegebereich und im Verkauf besteht. Erfreulich sei die Möglichkeit, Frauen über das sogenannte Quick-Programm für das Arbeiten in Kindertageseinrichtungen qualifizieren zu können.

Demelis und Maksimenko gaben ihren Gästen als Wunsch an die Politik mit auf den Weg, im Hinblick auf die vielen noch offenen Stellen allen ausländischen Frauen, die auf dem deutschen Arbeitsmarkt Fuß fassen wollen, den finanziell geförderten Zugang zu digitalen Sprachlernprogrammen zu ermöglichen. Darüber hinaus wiesen sie auf die Notwendigkeit einer verlässlichen Notfall-Kinderbetreuung hin.

Ems-Vechte