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16.11.2018, 16:10 Uhr

Das Rock- und Popmuseum feiert sein Comeback

• Beim Tag der offenen Tür am 24. November erwartet die Besucher ein multimediales Erlebnis aus Sounds, Bildern und Exponaten.

Das Rock- und Popmuseum feiert sein Comeback

Das Rock- und Popmuseum ist in Gronau ein absoluter Hingucker. Foto: privat

Es ist das Comeback des Jahres: Nach einem umfangreichen Umbau startet das Rock- und Popmuseum in Gronau am 24. November offiziell in eine neue Ära. Livemusik, eine in vielerlei Hinsicht überraschende Ausstellung und zahlreiche Mitmachaktionen sorgen für eine angemessene Rückkehr auf die große Bühne der Kulturlandschaft NRW. Der Eintritt ist an diesem Tag der offenen Tür für große und kleine Gäste frei.

Hören, sehen, fühlen: Das neue Ausstellungskonzept des rock’n’popmuseum, das am 24. November seine offizielle Premiere feiert, schafft Gänsehaut-Momente wie bei einem LiveKonzert.

Hier finden alle Altersgruppen ein multimediales Erlebnis aus Sounds, Bildern und Exponaten. Zwischen der Eröffnung des Museums im Jahr 2004 und heute liegen technisch und popgeschichtlich Welten. Deshalb erarbeitete ein Team aus Wissenschaftlern, Architekten und Museumspraktikern eine neue Ausstellung, bei der Information und Emotion Hand in Hand gehen. „Multimediale und interaktive Elemente ziehen unsere Gäste in ihren Bann und machen den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis“, sagt Thomas Albers, Geschäftsführer des Rock- und Popmuseums.

Der Weg durch die ehemalige Turbinenhalle, in der sich von nun an die neue Dauerausstellung befindet, führt über neun Themeninseln, die jeweils einen besonderen Aspekt der Rock- und Popgeschichte beleuchten. Zurück zu den Wurzeln der populären Musik geht etwa die Insel „Roots“. Wann und woraus ist Popmusik entstanden? Der Ort New Orleans spielt hierbei eine wesentliche Rolle und steht als brodelnder Schmelztiegel beispielhaft für Orte, an denen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als Folge des transatlantischen Sklavenhandels und weiterer Migrationsprozesse, afro-, latein- und euroamerikanische Musiktraditionen aufeinandertreffen und miteinander verschmelzen.

Wer etwa beim Komplex „Protest und Rebellion“ Halt macht, erfährt alles über musikalische Strömungen, die an gesellschaftlichen Fundamenten rüttelten: Punk-Rock beispielsweise, dessen Protagonisten sich mit lauter Musik und schrillem Style gegen bürgerliche Werte auflehnten. Die deutschen Elektronikpioniere Kraftwerk sind Stellvertreter auf der Themeninsel „Spaces und Places“. Sie zeigt Orte, an denen sich musikalisch Wegweisendes ereignete. Verwandlungskünstlerin Madonna wiederum steht Patin für den Komplex „Body & Performance“, in dem es um die Inszenierung in der Rock- und Popwelt geht.

Technikbegeisterte sollten unbedingt die Insel „Record, Play, Stream“ ansteuern. Die Geschichte der Popmusik wird hier als Geschichte ihrer spezifischen Medien erzählt. Wie entsteht ein Sound und welche technischen Innovationen haben zu neuen Musikstilen geführt? Natürlich dürfen bei den Themen Rock- und Popmusik auch zwei besondere Punkte nicht fehlen: Fans und Livekonzerte. Beiden Bereichen wird eine eigene Insel gewidmet. Akustisch bietet die Ausstellung ein außergewöhnliches Erlebnis: Via Kopfhörer bekommt jeder die Sounds zugespielt, die zum jeweiligen Standort gehören. Die Nutzer beeinflussen die Klänge interaktiv, indem sie sich durch den Raum bewegen. Faszinierende Klanglandschaften

entstehen – anschwellende Geräusche führen zu bestimmten Ereignissen oder brechen beim Überschreiten einer imaginären Grenze abrupt ab. Gleichzeitig garantiert das Soundsystem, dass jeder Zugang zur Ausstellung hat: Die Inhalte werden mehrsprachig vermittelt. Interaktiv ist nicht nur das Soundsystem. In der „Green Box“ können die Besucher selbst in die Rolle der Musikstars schlüpfen und sogar ein eigenes Video von sich mit nach Hause nehmen.

Udo Lindenberg als virtueller Gastgeber

Ein Höhepunkt wartet bereits am Eingang auf die Besucher: Der Musiker Udo Lindenberg, Sohn der Stadt Gronau, besitzt nicht nur eine Ehrentribüne in der Dauerausstellung. Er begrüßt zudem auf einer Multimonitor-Animation jeden höchstpersönlich. Auf der Empore lässt sich die gesamte Turbinenhalle überblicken – ein idealer Standort, um die Ausstellung noch einmal Revue passieren zu lassen. Zwei Touchscreens laden dazu ein, Jahrescharts abzurufen oder sich interaktiv über die Popmusik und Zeitgeschichte zu informieren.

Jede Menge Livemusik und Aktionen

Gäste erwartet am 24.11. ein Comeback, wie es sich für ein rock’n’popmuseum gehört: Zum großen Eröffnungstag können die Musikfans nicht nur das neue Museum erkunden – sie dürfen sich auch auf Livekonzerte von Anna Weniger, Tr3solution, Rawsome Delights, Elna, Lise Low, Yenga und Purple Rhino freuen. Verschiedene Mitmachaktionen wie etwa Musikinstrumente oder Buttons basteln sorgen dafür, dass auch die kleinen Besucher einen unvergesslichen Tag erleben. Ausgefallene Drinks und Snacks liefern dazu kulinarische Gaumenfreuden. Und ein Glücklicher oder eine Glückliche hat an diesem Tag die Chance auf eine Bronzestatue von Udo Lindenberg. Diese wird vom Freundeskreis rock’n’popmuseum e.V. verlost.

Weitere Informationen unter www.rock-popmuseum.de, bei Facebook unter http://www.facebook.com/rpm.gronau und auf Instagram.