08.03.2021, 15:27 Uhr

CDU steht zum Thema Impfen im Dialog mit dem Bürger

Impfung gegen das Corona-Virus in Nordhorn. Foto: Hille

Impfung gegen das Corona-Virus in Nordhorn. Foto: Hille

Nordhorn Am vergangenen Donnerstag hatte die Grafschafter CDU zum Impf-Dialog mit dem Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann, dem Landtagsabgeordneten und niedersächsischen Finanzminister Reinhold Hilbers, dem Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Vogelsang, und Landrat Uwe Fietzek eingeladen. Die Politiker und Fachleute der Kreisverwaltung – untern ihnen auch der Leiter des Impfzentrums, Sascha Lehky – standen den zugeschalteten Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort.

Reinhold Hilbers und Albert Stegemann (CDU) hoben hervor, dass es eine beachtliche Leistung der Wissenschaft und der beteiligten Unternehmen sei, bereits ein Jahr nach Ausbruch der Pandemie und dem Bekanntwerden des neuartigen Corona-Virus Impfstoffe zur Verfügung zu haben. Hilbers wörtlich: „Es ist ein Lichtblick, dass es Impfstoffe gibt, die Wirkung zeigen. Sie und nur sie sind derzeit geeignet, den Weg zurück zur Normalität zu ebnen. Aber bis alle geimpft werden können, müssen wir lernen mit dem Virus zu leben.“ Albert Stegemann stellte noch einmal die Eckpunkte der Einigung der Runde der Kanzlerin mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten vor. Er ist sich sicher: „Der Stufenplan ist ein Weg, wieder mehr Bereiche zu öffnen, ohne das Erreichte zu gefährden.“

Hilbers und Stegemann räumten ein, dass es immer noch zu wenig Impfstoff gebe. Die Produktion und Lieferungen würden aber kontinuierlich steigen. Die bestellten Mengen seien größer als sie für die deutsche Bevölkerung benötigt würden. Bislang sind in der Grafschaft etwa 11.000 Impfungen vorgenommen worden. Alle Einrichtungen der stationären Altenpflege und die Krankenhäuser – soweit priorisiert – sind mit Erst- und Zweitimpfungen versorgt worden. Das Impfzentrum hat den gesamten Impfstoff eingesetzt. Es liegt kein Impfstoff auf Lager. Bis Ende März möchte das Land es erreicht haben, dass alle Menschen über 80 Jahre geimpft sind. Hilbers räumte gleichfalls ein, dass es bei der Terminvergabe und bei der Organisation das eine oder andere Problem gegeben habe. Doch die Probleme seien erkannt und würden gelöst.

Hilbers sieht ein Ziel darin, die Impfungen zu beschleunigen, indem die Hausärzte mit einbezogen werden. Die Hersteller der Impfstoffe haben mehr und kontinuierlichere Lieferungen zugesagt. Schon bald werden täglich 20.000 Impfdosen in Niedersachsen zur Verfügung stehen. Auch sollte das Angebot der Wirtschaft, so auch das Angebot von Jutta Lübbert, vom Arbeitsmedizinischen Zentrum (AMZ) in der Grafschaft mit einbezogen werden. Hilbers versprach, darüber mit der neuen Sozialministerin Daniela Berends zu sprechen.

Als hilfreich für die Organisation des Impfens sehen es Dr. Vogelsang und Sascha Lehky vom Impfzentrum ebenso an, dass der Impfstoff AstraZeneca jetzt auch für ältere Menschen zugelassen ist.

Wie Hilbers abschließend sagte, drängen die CDU und die Landesregierung darauf, zukünftig auch an den Wochenenden Impfungen vorzunehmen, wenn Impfstoff zur Verfügung stehe. „Wir brauchen die Kraft aller Beteiligten. Wenn die Impfkampagne optimal laufen soll, müssen alle an einem Strang ziehen, Bund, Länder, die Kommunen und die niedergelassenen Ärzte. Das wird noch eine Kraftanstrengung, die sich aber lohnt“, ist Hilbers sich sicher.

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