13.06.2019, 10:00 Uhr

Burg-Gymnasiasten helfen Kindern in Nepal

Prinz Krishna Shah war zu Gast im Forum, um die langjährige Förderung von Bildungsprojekten in Nepal durch den Verein „Zukunft entwickeln“ und durch das Burg-Gymnasium zu würdigen und die Zusammenarbeit auszubauen.

Schulleiterin Johanna Schute, Praktikantin Lilian Güber, Prinz Krishna Shah, Lehrerin Sabine Engelbertz, Birgit und Bernd Kolholf (von links) vom Verein „Zukunft entwickeln“ stellten den Schülern die Unterstützung des Burg.Gymnasiums in Nepal vor. Foto: Max Lohrberg

Schulleiterin Johanna Schute, Praktikantin Lilian Güber, Prinz Krishna Shah, Lehrerin Sabine Engelbertz, Birgit und Bernd Kolholf (von links) vom Verein „Zukunft entwickeln“ stellten den Schülern die Unterstützung des Burg.Gymnasiums in Nepal vor. Foto: Max Lohrberg

Die Musikklasse unter Leitung von Bodo Wolf stimmte alle Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis neun auf die Doppelstunde mit dem Gast ein. Direktorin Johanna Schute und drei Schülerinnen der SV (Schülervertretung) begrüßten Krishna Shah. Schute lobte das 20-jährige Engagement des Ehepaars Kolhof mit ihrem Verein „Zukunft entwickeln“ und betonte, dass auch Krishna Shah den Ärmsten der Armen helfe. Er trete in die Fußstapfen seiner Mutter Prinzessin Sulo Shah, die schon vor mehr als zehn Jahren das Burg-Gymnasium besucht habe. In der langjährigen Unterstützung des Bentheimer Gymnasiums sei es vor allem darum gegangen, Bildung für Kinder sogenannter „Unberührbarer“ zu ermöglichen, also etwa dabei zu helfen, Schulen zu bauen oder Lehrkräfte zu finanzieren.

Rieke Kottmann und Liselotte Huizinga von der SV ergänzten, dass der Spendenlauf am BGB dem Nepal-Projekt zugute komme und dass ein Informationsstand in der Pausenhalle aufgebaut werde.

Gerade für die jüngeren Schüler, die noch nicht so lange zur Schulgemeinschaft gehören, erläuterten Bernd und Birgit Kolhof die Kooperation ihres Vereins mit dem Burg-Gymnasium, etwa zuletzt in der 100-Millionen-Kampagne gegen Kinderarbeit und für Schulbildung.

Prinz Krishna Shah, der wechselnd deutsch und englisch sprach, hob hervor, dass in den zurückliegenden 20 Jahren schon 2000 Kindern in Nepal geholfen worden sei, wofür er dankte. Er erklärte, man wolle nun versuchen, nicht nur für den nepalesischen Distrikt Sarlahi etwas tun, sondern mit Sarlahi. Ihm schwebe etwas vor wie die Projektwoche der amerikanischen Schule in Nepal, die seine Tochter besuche. Die Schüler dort würden ein Dorf besuchen, mit den Bewohnern leben und beispielsweise gemeinsam Sport treiben oder auf Elefanten reiten. Vielleicht könnte man so etwas auch mit dem Burg-Gymnasium initiieren, fragte er.

Schon konkreter war das Bienenprojekt, das Biologielehrer Rüdiger Pretzlaff detailliert vorstellte. Mit den Erfahrungen der Imkerei-Arbeitsgemeinschaft am Burg-Gymnasium solle auch eine Schulimkerei in Sarlahi aufgebaut werden, wo Honig als Edelprodukt gelte.

Die Politiklehrerin Sabine Engelbertz informierte, dass das Internet in Nepal noch nicht so gut ausgebaut sei, daher wolle man Krishna Shah besser Briefe vom Burg-Gymnasium übergeben. Die Klassensprecher brachten sie mit auf die Bühne. Die Schreiblust der Gymnasiasten war offenbar sehr unterschiedlich: Während eine Klasse mit einem Brief aufwartete, gab es von anderen Klassen zwei Dutzend Briefe. Krishna Shah bedankte sich und versprach, in Nepal ausführlich zu berichten. Sogar im Radio werde vom Burg-Gymnasium zu hören sein – auch der neue BGB-Song, der in dieser Feierstunde zum ersten Mal öffentlich zu hören war. Vielleicht motiviert das deutschsprachige Lied die nepalesischen Kinder umso mehr, ihren Grafschafter Altersgenossen per Brief zu antworten.

Ems-Vechte